Auf einen Kompromiss haben sich Yahoo und der Finanzspekulant und Yahoo-Großaktionär Carl Icahn geeinigt. Demnach wird Icahn in den Verwaltungsrat aufrücken.
Carl Icahn, der 5 Prozent der Aktien von Yahoo gekauft hat, hatte mehrfach mit einer Klage gegen die Geschäftsführung und den Verwaltungsrat des Internet-Unternehmens gedroht. Die Begründung: Die Leitung von Yahoo habe das Übernahmeangebot von Microsoft nicht genau genug geprüft und durch die Ablehnung der Offerte die Aktionäre geschädigt.

Hat wieder gut lachen, zumindest
bis zum nächsten Krach mit Carl
Icahn: Jerry Yang, CEO von Yahoo.
Microsoft hatte bis zu 33 Dollar pro Yahoo-Aktie geboten, insgesamt etwas mehr als 50 Milliarden Dollar. Als Yahoo-Chef Yang jedoch 37 Dollar forderte, zog Microsoft sein Angebot zurück. Am 18. Juli stand die Yahoo-Aktie bei 22,45 Dollar, sackte aber heute im vorbörslichen Handel auf 21,80 Dollar ab.
Icahn, der sich von der Übernahme eine »Vergoldung« seines Yahoo-Aktienpakets erhofft hatte, startete daraufhin scharfe Angriffe gegen die Führungsspitze von Yahoo. Nach einem Bericht des Wall Street Journal haben sich Yahoo und Icahn nun geeinigt.
Demnach stellen sich auf der Hauptversammlung der Firma am 1. August acht der neun Mitglieder des Verwaltungsrats zur Wiederwahl, darunter auch Jerry Yang. Das Gremium soll zudem auf elf Mitglieder aufgestockt werden. Einen Sitz erhält Icahn, einen weiteren ein Icahn-Vertrauter. Dafür zieht Icahn seine Liste mit eigenen Bewerbern zurück.
Damit bleibt Yahoo voraussichtlich eine turbulente Hauptversammlung erspart. Ein Grund für das Einlenken von Icahn dürfte die fehlende Unterstützung durch andere Aktionäre sein. So hatte Legg Mason angekündigt, gegen die Ablösung des Vorstandes zu stimmen. Mason hält 4,4 Prozent der Aktien von Yahoo.
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