Der IT-Dienstleister Unisys hat ein Jahr lang regelmäßig 50 Chief Information Officer (CIOs) dazu befragt, auf welche Schwierigkeiten sie bei der Erneuerung der IT-Landschaft in ihrem Unternehmen stoßen. Dabei haben sich sieben Hürden herauskristallisiert.
Die 50 IT-Leiter sind in privaten Firmen und öffentlichen Einrichtungen tätig. Laut Unisys haben sich die Fachleute mit folgenden Problemen herumzuschlagen, wenn sie die IT-Infrastruktur erneuern möchten:
1. Zu hohe Kosten: Trotz der Kosteneinsparungen, die eine moderne IT bringen kann, haben Firmen Schwierigkeiten, Vorschuss-Budgets für die Finanzierung von Modernisierungsprojekten zu bekommen.
2. Risikoscheu: Unternehmen sehen erhebliche Risiken für ihre Kerngeschäftsbereiche, wenn sie unternehmenskritische Applikationen verändern.
3. Trägheit: Für viele IT-Entscheider ist kein persönlicher Nutzen einer Modernisierung erkennbar, vor allem dann, wenn alles gut läuft.
4. Mangelnde Zeit: Modernisierungsprojekte sind komplex und verlangen einen beträchtlichen Planungs- und Bewertungsaufwand. Das bedeutet, es dauert länger, bis sich die Arbeit rechnet.
5. Fehlende Information: Anbieter preisen viele Produkte und Dienstleistungen an, aber es existieren kaum unabhängige Informationen, die Unternehmen dabei helfen, richtig in ihre individuelle IT-Umgebung zu investieren.
6. Dominanz des Tagesgeschäfts: Ganz oben auf der Prioritätenliste stehen immer tagesaktuelle Aufgaben, etwa Support der vorhandenen Systeme und Anwendungen. Modernisierungsprojekte müssen deshalb immer wieder hinten anstehen.
7. Angst vor Qualitätsverlust: Unternehmen sind misstrauisch, wenn neue Technologien eingeführt werden sollen. Diese Umstellung könnte die Performance existierender Systeme beeinträchtigen, und das wollen die IT-Leiter nicht riskieren.
Einen Ausweg aus der Modernisierungsfalle bietet nach eigenen Angaben Unisys mit folgenden Produkten: Application-Portfolio-Management (APM) und Knowledge-based-Management-Services (KPM).
Unisys APM hilft Unternehmen bei der Bewertung ihres Software-Bestandes, inklusive des Werts für das Unternehmen, der Risiken und der Abhängigkeiten, die durch den Einsatz bestimmter Produkte entstanden sind.
Der KBM-Service dient dazu, vorhandene Funktionen zu identifizieren und für die Wiederverwendung im neuen System zu adaptieren. KBM verringert die Risiken, die normalerweise mit einer Gesamtumstellung der IT einhergehen.
Der Dienst kommt unter anderem zum Zuge, um unternehmenskritische Applikationen oder Anwendungen mit hohen laufenden Kosten zu ermitteln. Außerdem wird Software erfasst, die auf veralteten Techniken basiert.
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