Network Computing

Collaboration / E-Mail

Und noch eine Exchange-Alternative für den Mittelstand

Von: Bernd Reder

Microsofts Exchange gilt als »Porsche« unter den E-Mail- und Collaboration-Servern: leistungsfähig, aber teuer. Eine preisgünstige Alternative will Postpath mit dem gleichnamigen Server bieten.

Linux als Alternative zu Microsofts Exchange bieten mehrere Unternehmen an. Eines ist Zarafa (siehe Beitrag), ein anderes Postpath. Beide Anbieter versprechenden vergleichbare Funktionen wie Exchange, nur zu niedrigeren Kosten.

 


Anwender können bei Postpath über einen Web-Client auf ihre E-Mails
zugreifen. Das System untersützt alle gängigen Browser.

 

Mit Version 3.1 seines E-Mail- und Collaboration-Servers bietet die US-Firma Postpath nach eigenen Angaben den einzigen Server, der alle Exchange-Schnittstellen genau nachbildet und damit Exchange vollständig ersetzen kann. Mit der Software spricht Postpath speziell mittelständische Firmen an, die sich keine ausgewachsene Exchange-Installation leisten können oder wollen.

 

Microsoft Exchange 2007 sei teuer und schwieriger zu managen als frühere Exchange-Versionen, so Postpath. Hinzu kämen notwendige Anpassungskosten in Form von Hardware-Upgrades und Management-Tools.

 

Darüber hinaus habe Microsoft Probleme vorheriger Versionen, etwa beim Backup und der Systemwiederherstellung, nicht gelöst. Ein weiterer Minuspunkt sind die hohen Storage-Kosten.

 

Support von Outlook und Active Directory

 

Postpath 3.1 unterstützt nach Angaben des Anbieters Outlook, ohne dass dazu Änderungen am Desktop erforderlich sind. Auch die Anbindung an Active Directory und öffentliche Ordner funktioniere reibungslos.

 

In Netzen, in denen Exchange-Server im Einsatz sind, kann das Produkt der Firma aus Kalifornien parallel dazu eingesetzt werden. Die Leistungsfähigkeit bei I/O-Operationen ermögliche große Postfächer bei geringen Storage-Kosten. Hardware-Upgrades sind laut Postpath nicht notwendig.

 

Mitgeliefert wird bei Postpath 3.1 eine Software, mit der sich Backups erstellen und wiedereinspielen lassen. Das Wiederherstellen eines kompletten Systems dauert nach Angaben des Anbieters nur wenige Minuten und ist damit deutlich schneller zu bewerkstelligen als bei Exchange. Zudem seien keine kostenpflichten Zusatz-Tools für das Einrichten von Clustern erforderlich.

 

Postpath 3.1 unterstützt mobile Geräte wie Blackberry sowie Systeme, die Windows Mobile verwenden. Apples iPhone hat über IMAP Zugriff auf E-Mails, die auf dem Server lagern.

 

Eine Vmware-Version des Postpath-Servers für zwölf User steht auf der Web-Seite des Anbieters kostenlos zum Herunterladen bereit. Dort finden sich auch Demos sowie Leistungsvergleiche zwischen Exchange und Postpath.

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