Network Computing

Netzwerkausrüster: 3Com

Übernahme von 3Com steht auf der Kippe  

Von: Bernd Reder

Der Kauf von 3Com durch die Investmentfirma Bain Capital Partners und den chinesischen Netzausrüster Huawei scheint endgültig gescheitert zu sein. Bain Capital zog seine Kaufofferte zurück.

Anfang Januar erhob die amerikanische Regierung Einspruch gegen die geplante Übernahme des Netzwerkausrüsters 3Com durch Bain Capital Partners und Huawei (wir berichteten). Die zwei Unternehmen wollten für 3Com rund 2,2 Milliarden Dollar auf den Tisch legen.

 

Muss nach neuen Investoren
Ausschau halten: Edgar
Masri, CEO von 3Com.

 

Vorgesehen war, dass Bain den Löwenanteil der Aktien erhält. Für die chinesische Firma Huawei waren maximal 20,5 Prozent vorgesehen.

 

Doch auch dieser Anteil Huaweis war der US-Regierung zu hoch. Das Committee on Foreign Investment in the United States (CFIUS) äußerte Bedenken, weil 3Com unter anderem amerikanische Behörden und das Militär mit Netzwerkausrüstung beliefert. Diese Bedenken konnte Bain offenkundig nicht zerstreuen. Daher zog die Private-Equity-Firma nun ihr Angebot für 3Com zurück.

 

Was nun aus der Netzwerkfirma wird, ist völlig offen. Das Unternehmen erhoffte sich von dem Buy-out Rückendeckung für eine Reorganisation. Speziell im Marktsegment Switches, in dem Hersteller jahrelang eine wichtige Rolle spielte, verlor 3Com gegenüber Konkurrenten wie Cisco oder Foundry erheblich an Boden.

 

Durch den Einstieg von Juniper Networks in den Enterprise-Switch-Markt (siehe Bericht) hat sich die Situation für 3Com weiter verschlechtert.

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