Vier Solid-State-Disks im Format 2,5 Zoll hat der taiwanesische Speicherspezialist Transcend auf den Markt gebracht. Sie haben eine Kapazität von 32 und 64 GByte. Das preisgünstigste Modell kostet rund 100 Euro.
Die SSDs von Transcend sind mit dem »JMicron«-Controller ausgestattet. Dieser steuert acht Chips gleichzeitig an und ermöglicht bei Single-Level-Cell-Modellen Leseraten bis zu 119 MByte/s und 64 MByte/s beim Schreiben. Bei den Multi-Level-Cell-Versionen sind es 116 MByte/s beim Lesen und 43 MByte/s beim Beschreiben.

Mit 32 und 64 GByte erhältlich: die neuen Solid-State-Drives von Transend.
Die Flash-Speicher-Festplatten sind in Versionen mit 32 und 64 GByte verfügbar, außerdem mit SLC- oder MLC-NAND-Flash-Chips. Sie werden über eine SATA-2-Schnittstelle mit Rechnern verbunden. Das Gehäuse besteht aus Metall und ist 7,4 mm hoch.
Eine sichere Datenübertragung wird durch eine 4-Bit-ECC Fehlerkorrektur gewährleistet. Der integrierte Wear-Leveling-Algorithmus verteilt Daten gleichmäßig über die Sektoren der SSD. Das stellt eine Lebensdauer von über 2.000.000 Schreib-/Löschzyklen sicher. Die Zugriffszeit beträgt 0,1 ms.
Unempfindlich gegen Stöße und niedrigerer Stromverbrauch
Ein Vorteil von SSD ist ihre Unempfindlichkeit gegen Stöße und Vibrationen. Die Modelle von Transcend verkraften 1500 G.
Ein weiteres Plus, das vor allem für mobile Geräte wichtig ist: Der Stromverbrauch beträgt beim Schreiben/Lesen 0,5 Watt, im Ruhezustand 0,1 Watt und im Standby-Betrieb 0,06 Watt. Die Betriebstemperatur gibt der Hersteller mit 0° C bis 70°C an.
Die Preise
Das Modell mit 32 GByte und MLC-Chips kostet 99 Euro, inklusive Mehrwertsteuer. Die Single-Level-Cell-Platte kommt auf rund 300 Euro. Die MLC-Version mit 64 GByte Kapazität kostet an die 200 Euro, und ihr Pendant mit SLC-Bausteinen kommt auf rund 550 Euro.
Damit sind zumindest die MLC-Solid-State-Disks halbwegs bezahlbar. Mit konventionellen Festplatten können sie in puncto Preis allerdings noch lange nicht mithalten. Eine 80-GByte-Platte von Hitachi (Travelstar ESK160, also das Notebook-Modell mit 2,5 Zoll), kostet etwa 50 Euro, die Version mit 40 GByte rund 40 Euro.
Seagates Momentus 7200.2 mit 80 GByte, 8 MByte Cache und 7200 Umdrehungen pro Minute kommt auf ebenfalls rund 50 Euro.
Single-Level-Cell im Vergleich zu Multi-Level-Cell
Noch ein paar Informationen zum Unterschied zwischen Single- und Multi-Level-Cell-Flash-Bausteinen: Single-Level-Cell-Chips speichern 1 Bit pro Zelle, MLCs 2 bis 4 Bit. Dies erlaubt eine höhere Datendichte bei MLC-Bausteinen. Dafür sind ihre Lese- und Schreibgeschwindigkeiten niedriger.
Zudem gelten MLC-Flash-Speicher als fehleranfälliger. Dies versuchen die Hersteller durch Fehlerkorrektur-Verfahren zu kompensieren.
Solid-State-Disks mit SLC-Bausteinen kommen vor allem dort zum Einsatz, wo hohe Datenraten und Zuverlässigkeit gefragt sind, etwa beim Militär, in der Flugzeugtechnik oder Anwendungen in der Industrie. MLC-Modelle sind wegen des niedrigeren Preises derzeit erste Wahl im Konsumbereich, auch bei Desktop-Rechnern und Notebooks.
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