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21.09.2009

Zwei Terabyte im Miniaturformat:
First-Look-Test: NAS-Speichersystem DS409slim von Synology

von Andreas Stolzenberger, Bernd Reder

Vier 2,5-Zoll-Laufwerke sind die Kernbestandteile des Network-Attached-Storage-Systems DS409slim von Synology. Das kompakte Speichergerät hat deutlich mehr als nur CIFS-Freigaben drauf, wie ein Kurztest ergab.

Das superkompakte NAS-Würfelchen DS409slim von Synology ist kleiner als ein handelsüblicher PC-Lautsprecher. Der Storage-Winzling arbeitet mit einer ARM-CPU und 128 MByte RAM.

Kompakter Datenwürfel: das NAS-System Synology DS409slim verwendet 2,5-Zoll-Festplatten, die sonst nur in Notebooks zum Einsatz kommen.

An der Rückseite des schwarzen Plastikkästchens finden sich vier Hot-Swap-Einschübe für 2,5-Zoll-S-ATA-Laufwerke. Network Computing stattete für den Test den File-Server-Zwerg mit vier schnellen Seagate-Constellation-Drives vom Typ ST 9500530NS aus. Dank Raid-5-Array bleiben von den 2 TByte Bruttokapazität rund 1,5 TByte nutzbar.

Vier USB- und ein externer SATA-Port erlauben es, die Kapazität des DS409slim mit externen Laufwerken aufzustocken.

Übersichtliche Benutzeroberfläche

Die Windows-Management-Software von Synology findet das unkonfigurierte NAS im LAN, überträgt die aktuelle Firmware auf das System und setzt die Grundkonfiguration. Alles weitere erledigt der Verwalter mit einem komfortablen und übersichtlichen Web-GUI mit Ajax-Oberfläche.

Die Rückseite des DS409slim: Die vier Festplatten lassen sich im laufenden Betrieb auswechseln. Über einen E-SATA-Anschluss kann der Anwender externe Speichergeräte andocken.

Neben den üblichen NAS-Freigabeprotokollen CIFS, NFS, FTP und HTTP stopft der Hersteller eine Fülle weiterer Funktionen in das NAS. So kann der Anwender ein Web-Fotoalbum einrichten, das Gerät aber auch als MP3-Media-Server verwenden.

Optional gibt es Komponenten wie eine MySQL-Datenbank, ein Weblog und einen Mailserver. Synology setzt ein Linux-Betriebssystem mit Paketmanagement ein, sodass Anwender allerhand offizielle aber auch inoffizielle Open-Source-Pakete auf dem NAS nutzen können.

Benchmark-Test

Im kurzen Single-Task-Benchmark-Test erreicht das NAS eine respektable Transferrate von 30 MByte/s (eine 8-GByte-Datei via NFS oder CIFS auf das NAS schreibend). Das ist zwar nicht überragend, aber für ein Gerät dieser Preis- und Größenklasse absolut angemessen.

Fazit: Mit den richtigen Platten versehen, eignet sich der putzige NAS-Filer als Dateiserver für Außenstellen und für Small/Home-Offices mit wenigen Arbeitsplätzen.

Gut gefallen die geringen Ausmaße, das niedrige Arbeitsgeräusch und die geringe Stromaufnahme im Bereich von 30 Watt. Auch das offene Software-Konzept mit der Option, Linux-Tools einzuspielen und zu nutzen, kann überzeugen.

Bei vielen parallelen Zugriffen sinkt die Performance jedoch spürbar. Mit den 128 MByte RAM sollte der IT-Verwalter deshalb gut Haus halten und nicht zu viele Server-Dienste des DS409slim gleichzeitig in Gang setzen.

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