SMC Networks' »Barricade N Draft 11n Wireless 4-Port Breitband-Router« demonstrierte eindrucksvoll, dass sich eine Aufrüstung auf 802.11n durchaus lohnen kann.
Meyers Lexikon definiert eine Barrikade als »behelfsmäßige Sperre zur Verteidigung von engen Stellen, Hohlwegen, Brücken, auch Straßen (Straßensperre)«.
Warum SMC ausgerechnet den Namen »Barricade« für ihre Wireless-Router-Familie gewählt hat, ist schwer nachvollziehbar, passt dieser Begriff doch eher für Firewall-Produkte.
Eine Firewall steckt zwar drin im Barricade-N-Wireless-Router SMCWBR14-N2, aber das Gerät erfüllt einen völlig anderen Zweck: Der SMCWBR14-N2 ist ein ausgewachsener Draft-11N-Wireless-Breitband-Router.
Access-Point, Switch und Firewall
Für Heimanwender oder kleine Büros entworfen, kombiniert das Gerät einen 4-Port-10/100-LAN-Switch, einen Wireless-N-Access-Point und eine NAT-Firewall mit Stateful-Inspection. Darüber hinaus bietet es eine High-Speed-Kabel/xDSL-Internetverbindung.
Mit ihren drei beliebig ausrichtbaren Antennen gewinnt die 180 x 122 x 30 mm messende silbergraue Box nicht unbedingt einen Schönheitspreis, dürfte aber nur in den wenigsten Büros auffallen. Alle Anschlüsse befinden sich auf der Rückseite des Geräts, vorderseitig informieren neun LEDs über die Aktivitäten. Das Kabel des Netzteils ist etwa 1,5 Meter lang – in vielen Fällen erübrigt sich somit die Suche nach einem Verlängerungskabel.
Der Test des SMCWBR14-N2 versprach interessant zu werden, erledigte in der Testinstallation doch bislang ein Barricade-g-4-Port-Breitband-Router (SMC2804WBR) seine Arbeit ohne Fehl und Tadel. So ließen sich direkte Vergleiche durchführen, die unter anderem die Frage beantworteten, ob sich unter Performancegesichtspunkten eine Aufrüstung lohnt.
Aufrüsten lohnt sich
Um diese Antwort auch sogleich zu liefern: Ja, der SMCWBR14-N2 zeigt durch die Bank eine rund 60 Prozent höhere Performance als der SMC2804WBR. Keins der beiden Geräte war besonders getuned, die meisten Einstellungen blieben mit den Default-Werten des Herstellers besetzt. Selbstverständlich steckte während der Performancemessungen stets dieselbe Wireless-PC-Card, die SMCWCB-N, im eingesetzten Notebook.
Natürlich sind Aussagen wie »eine um 60 Prozent höhere Performance« immer mit Vorsicht zu genießen, gelten sie doch stets nur für die jeweilige Installation und die Umstände zur Zeit der Messung. Zur groben Einschätzung des Leistungsvermögens taugen sie dennoch.
Der ältere Wireless-Router ließ sich problemlos durch den SMCWBR14-N2 ersetzen. Die einzige – niedrige – Hürde war die eingestellte IP-Adresse des Routers, die zu ändern war, bevor das Gerät ans existierende Netzwerk angeschlossen werden konnte.
Konfiguration mittels Browser
Am einfachsten erledigt der Benutzer dies, indem er den Router über das mitgelieferte Netzwerkkabel direkt mit dem Netzwerkadapter eines Computers verbindet. Anschließend stellt er die IP-Adresse des Netzwerkadapters auf einen mit dem Router korrespondierenden Wert ein und beginnt mit der Routerkonfiguration via Web-Browser.
Sobald die IP-Adresse des Routers »netzwerkverträglich« gemacht ist, kann er ans Netzwerk angeschlossen und weiter konfiguriert werden. Wer natürlich lediglich vier Computer über den im Router eingebauten Switch vernetzt, braucht sich über diese Geschichte keine Gedanken machen.
Die Schnittstelle zur Konfiguration des Geräts ist so übersichtlich und einfach zu bedienen wie die des älteren Routers. Für wichtige Konfigurationsschritte, beispielsweise die Konfiguration der Internetanbindung und der Wireless-Sicherheitseinstellungen, stehen Assistenten zur Verfügung.
Sicherheitsfunktionen
Bei der Wireless-Sicherheitskonfiguration ist zu beachten, dass bei Auswahl von TKIP als Chiffretyp der Router ausschließlich im Legacy-Modus (802.11b und g) arbeitet. Sicherheitsmäßig ist bei dem Gerät alles bestens. Neben der erwähnten Barrikade ... ähm, Firewall, offeriert der SMCWBR14-N2 eine Zugriffssteuerung für ein- und ausgehende Zugriffe, Inbound-Filter, Web-Filter, MAC-Adress-Filter und Regeln für Spiele.
Die Virtual-Server-Option erlaubt die Konfiguration eines einzelnen öffentlichen Ports für die Umleitung zu einer internen LAN-IP-Adresse und einem privaten LAN-Port – ein nützliches Feature für das Hosting von Onlinediensten wie Web- oder FTP-Server. Das Gerät enthält einen DHCP-Server und unterstützt DDNS.
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