Network Computing

First-Look-Test: WAN-Emulator

Test Linktropy 7500 Pro: Stress im Netz  

Von: Dirk Jarzyna, Bernd Reder

Der Linktropy 7500 Pro ist das richtige Tool zum Testen von Weitverkehrsnetzen, Geräten und Applikationen unter Real-World-Bedingungen.

Für die Verbindung geografisch getrennter Büros stehen viele unterschiedliche WAN-Techniken zur Verfügung. Aber welche eignet sich unter Performance-Gesichtspunkten am besten?

 

Wird ein Accelerator oder Traffic-Shaper die Netzwerk-Performance verbessern? Wie erleben die User draußen die neue E-Commerce-Site des Unternehmens?

 

Die Antworten auf diese und ähnliche Fragen findet ein IT-Manager nur, indem er die fraglichen Netzwerke, Geräte, Applikationen und Web-Sites unter realen Bedingungen testet. Wichtige Hilfsmittel dafür sind Geräte, die realistischen Verkehr, realistische Bandbreiten und Ausnahmesituationen generieren beziehungsweise emulieren.

 

Ein Produkt, das dies besonders gut kann, ist der Linktropy-7500-Pro von Apposite Technologies. Das 19-Zoll-System simuliert gekonnt WAN-Bandbreiten, Delay, Jitter, Paketverluste, Congestion und andere Dinge, die Verbindungen beeinträchtigen. Linktropy emuliert bis zu vier separate Links in Gigabit-Geschwindigkeit.

 

Schnell einsatzbereit

 

Das Gerät ist innerhalb weniger Minuten einsatzbereit. Was die Hardware betrifft, platziert der Administrator den Linktropy zwischen zwei LAN-Segmente. Dazu nutzt er eines der vier Ethernet-Port-Paare auf der Gerätevorderseite.

 


Das WAN-Emulationssystem von Apposite Technologies wird zwischen zwei
LAN-Segmenten platziert.

 

In der Voreinstellung arbeitet der Linktropy als Bridge zwischen den beiden Segmenten. Frames, die das Gerät über einen Port empfängt, bereitet es intern entsprechend der eingestellten, zu emulierenden WAN-Bedingungen auf, bevor es sie an den anderen Port weiterleitet.

 

Der Administrator kann jeden der vier Links unabhängig von den anderen konfigurieren und als Bridge oder Router einsetzen. Zur Einstellung der Emulationsparameter, beispielsweise Bandbreite, Delay, Packet-Loss und Background-Traffic, steht eine sehr einfach zu benutzende Web-Schnittstelle zur Verfügung. Darin lassen sich mit einer Scheduler auch WAN-Bedingungen konfigurieren, die sich dynamisch ändern.

 

Zum Abschluss noch ene Warnung: Es macht wirklich keinen Spaß, in unmittelbarer Nähe des Geräts zu arbeiten – es ist fürchterlich laut.

 

Die Print-Version dieses Beitrages finden Sie in Network Computing 6/2008 auf Seite 10.

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