Als Vorreiter in Sachen Utility-Computing präsentiert sich Sun Microsystems. Das Unternehmen will fünf seiner acht Data-Center schließen und stattdessen künftig Rechenleistung nach Bedarf mieten.
Die Ankündigung von Sun, die eigenen Rechenzentren dicht zu machen, ist auf den ersten Blick überraschend. Die Entscheidung wurde aber vom Data-Center-Architect Brian Cinque und Chief Technology Officer John Dutra bestätigt.
Laut Dutra sollen es Virtualisierung und effizientere Server erlauben, binnen fünf Jahren fünf der derzeit acht Sun-Rechenzentren stillzulegen und den Energieverbrauch um die Hälfte zu senken. Langfristig will sich Sun ganz von den eigenen Rechenzentren verabschieden und externe Kapazitäten anmieten.

Fünf von acht Rechenzentren von Sun sollen
weg. Hier das Data Center in Santa Clara (USA).
Analysten spekulieren, Sun wolle sich als Branchenvorreiter etablieren. Da das Unternehmen in erster Linie High-End-Server herstellt, bieten diese zwar teure, aber eine hohe Rechenleistung.
Andererseits hat eine Vielzahl von kleinen Servern den Vorteil, sehr energieeffizient zu arbeiten. Mittels des Konzeptes des Utility- oder Grid-Computing sie eine virtuelle Infrastruktur möglich.
Dass durch Virtualisierung der Absatz von Servern sinkt, ist laut Sun unwahrscheinlich. Seine eigenen Verkäufe sieht Dutra trotz der Konsolidierungsansätze in Rechenzentren nicht gefährdet: »Wir werden Server sowohl an private Rechenzentren als auch Hosting-Firmen verkaufen. Von der Hardware aus gesehen, macht das keinen Unterschied.«
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