Network Computing

Mobile Computing

Studie: »iPhone 3G« ist nur bedingt businesstauglich  

Von: Folker Lück (CRN), B. Reder

Eine Untersuchung des Berliner Beratungsunternehmens Berlecon Research bescheinigt dem »iPhone 3G« zwar eine zukunftsweisende Bedienfreundlichkeit. Für den Business-Einsatz könne das Gerät derzeit aber nicht mit der Konkurrenz mithalten.

Apple wirbt bei seinem neuen »iPhone 3G« mit neuen Businessfunktionen um die Gunst der Geschäftskunden. Einer Untersuchung von Berlecon Research zufolge ist das Apple-Handy aber genau hier nur bedingt einsatzfähig. Zwar habe Apple mit dem zukunftsweisenden Bedienkonzept des »iPhone« die alteingesessenen Hersteller wachgerüttelt.

 


Schön, aber laut Berlecon nur bedingt für den Geschäftsalltag geeignet: das
iPhone 3G von Apple.

 

Der Erfolg bei den Kunden durch die Interaktion über Gestik, die benutzerzentrierte Bedienlogik, das Design und die schnellen Reaktionszeiten sei für die etablierten Handyhersteller ein Aufforderung, ihre teilweise nicht sehr benutzerfreundlichen Konzepte zu überarbeiten.

 

Dies reiche aber derzeit nicht aus, die Platzhirsche Blackberry von Research In Motion (RIM) sowie Geräte mit Windows Mobile ernsthaft in Bedrängnis zu bringen. Die etablierten Anbieter könnten auf langjährige, breite Unterstützung von Drittherstellern zurückgreifen, um zusätzliche Geschäftsapplikationen und Dienste beispielsweise für Customer-Relationship-Management (CRM) oder Gerätemanagement für die jeweiligen Systeme anzubieten.

 

Schwächen bei Bedienung und Administration

 

Darüber hinaus weisen die Marktforscher auf Schwachstellen bei der Bedienung, bei der Mailsynchronisation und der Administrierbarkeit in Firmennetzwerken hin.

 

Wer beispielsweise täglich mit dem iPhone seinen Geschäftsalltag bestreitet, werde wesentliche Funktionen vermissen. So fehle für die Textverarbeitung die Funktion »Cut, Copy and Paste«. Diese Lücke könne nur Apple im Betriebssystem selbst schließen.

 

Auch als UMTS-Modem für das Notebook ist das »iPhone 3G« mit der neuen Firmware nicht zu verwenden. So müssen Dienstreisende, deren Notebook nicht selbst UMTS unterstützt, weiterhin UMTS-USB-Stick oder eine UMTS-Karte mitnehmen.

 

Als zusätzliches Manko für Vieltelefonierer führt Berlecon die fehlende Möglichkeit auf, einen Zweitakku zu verwenden, da der Akku ist nur durch Apple selbst ausgewechselt werden kann.

 

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