Network Computing

Steuerung in der Schublade  

Von: Dr. Dirk R. Glogau

Liondata RackViewer TP 15/17 – Rackviewer ist eine attraktive Lösung für Anwender, die Bildschirm, Tastatur und Maussteuerung komfortabel im 19-Zoll-Rack unterbringen wollen.

 

Zur Steuerung vieler Server im Serverraum nutzen viele Organisationen KVM-Switches. Damit reduzieren sie Anschaffungs- und Betriebskosten sowie den Platzbedarf für Tastatur, Bildschirm und Maus. Aber auch nur einen Bildschirm und eine Tastatur in einem engen Serverraum unterzubringen ist manchmal schon schwierig genug. Natürlich lässt sich ein handelsüblicher Bildschirm im Rack unterbringen und auch die Tastatur findet sicher irgendwo noch einen Platz. Aber eine solche Lösung beansprucht wertvollen Platz im Rack, ist nicht besonders sicher und verlangt bei der Mausbedienung oft gute Nerven.

Eine elegante und noch dazu sichere Lösung bietet Liondata mit ihrem Rackviewer-TP15 beziehungsweise -TP17. Dieses Produkt integriert einen 15- beziehungsweise 17-Zoll-TFT-Bildschirm und eine normal große, deutsche Tastatur mit zusätzlichem Nummernblock und Touchpad in einem Schubladensystem für den Einbau ins 19-Zoll-Rack. Rackviewer offeriert also vollständige Kontrolle, beansprucht aber kaum Platz, denn zugeklappt ist das Produkt gerade mal eine Höheneinheit hoch.

Das etwas 12,5 Kilogramm schwere Gerät ist äußerst robust und vollständig aus Metall gefertigt. Zugeklappt und eingeschoben lässt es sich mit einem soliden Schloss verriegeln, was einem Gesamt-Sicherheitskonzept eine weitere Komponente physikalischer Sicherheit hinzufügt. Rückseitig besitzt das Gerät einen VGA- und jeweils einen PS/2-Anschluss für Maus und Tastatur. Ein – leider nur recht kurzes – Kabel für die Verbindung dieser Anschlüsse mit den entsprechenden Anschlüssen eines Servers oder KVM-Switches gehört zum Lieferumfang des Rackviewers. Optional ist das Gerät mit USB- und/oder DVI-Ports erhältlich. Zur Inbetriebnahme ist nicht viel zu sagen – ist ja nichts dabei, eine Tastatur und einen Bildschirm anzuschließen. Rackviewer ist kompatibel zu IBM- oder IBM-kompatiblen Rechnern und zu KVM-Switches, die den Anschluss gewöhnlicher Tastaturen, Bildschirme und Mäuse gestatten. Im Test gab es mit keinem der vorhandenen Marken- und No-Name-PCs Probleme.

 

Der klare TFT-Bildschirm stellt 16,7 Millionen Farben dar und unterstützt eine Auflösung von maximal 1024 x 768 Bildpunkten. Dinge wie Kontrast, Helligkeit und Position stellt der Anwender über ein On-Screen-Display (OSD) ein. Das OSD unterstützt mehrere Sprachen, darunter Deutsch, und lässt sich einfach über links neben dem Bildschirm angeordnete Knöpfe steuern. Die Tastatur ist angenehm zu benutzen und mit dem Touchpad mit seinen zwei Maustasten kommen Anwender, die schon mal ein Notebook benutzt haben, auf Anhieb klar. Das Netzteil des Geräts unterstützt 110 bis 240 Volt (Autosensing) und verbraucht im Betrieb maximal 35 Watt. Rackviewer besitzt alle relevanten Prüf-Zertifikate, darunter auch CE. Als Zubehör sind Verlängerungswinkel für den Einbau in besonders tiefe und Verkürzungswinkel zum Einbau in besonders kurze 19-Zoll-Racks lieferbar.

Fazit
Anwender, die selbst für eine einzige normale Bildschirm-Tastatur-Maus-Kombination oder den dafür notwendigen Tisch keinen Platz finden, die eine sicherere Lösung suchen, die den Platz im Rack besser nutzen oder einfach etwas ausgefalleneres haben wollen, werden am Rackviewer ihre Freude haben.
dj@networkcomputing.de

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