Der Storage-Spezialist Brocade behauptet, dass seine Speichersysteme deutlich weniger Energie verbrauchen als Konkurrenzprodukte.

Nach einer Studie von Uptime verfügen die meisten Data-Center über eine im Schnitt 2,6 Mal so hohe Kühlkapazität, als sie eigentlich benötigen. Doch davon verschwenden die Anwender etwa 60 Prozent durch eine ungeschickte Platzierung von Servern, Storage-Systemen und Switches.
Brocade hat nun ermittelt, wie die Energiebilanz ihrer Storage-Komponenten im Vergleich zu Produkten der Konkurrenz ausfällt. Solche Untersuchungen sind zwar mit Vorsicht zu genießen, aber wir wollen die Resultate trotzdem präsentieren.
Laut Brocade benötigt ein »Brocade-48000-Director« drei Mal weniger Energie als das entsprechende Modell von Cisco. Außerdem verfüge es über die dreifache Anzahl von Ports mit 4 GBit/s.
Der niedrige Verbrauch und die geringere Hitzeabstrahlung wirken sich auf alle Komponenten in einem Rack aus. Luftgekühlte Standard-Racks lassen eine Wärmeenergie von bis zu 12.000 BTU (British Thermal Units) zu. Diesen Wert erreicht bereits ein einziger »Cisco MDS 9513« mit rund 11.000 BTU.
Ein Brocade-48000-System kommt nach Angaben des Herstellers auf weniger als 4.000 BTU. Ein BTU entspricht 0,000293 kWh.
Den niedrigen Energieverbrauch sowie die geringe Hitzeabstrahlung erreicht Brocade nach eigenen Angaben durch ein spezielles Lüftungssystem und den Einsatz hochwertiger Elektronikkomponenten. Dieses Design ermöglicht Brocade, den Luftstrom für die Kühlung auf die Front und die Rückseite zu begrenzen.
Diese Front-/Rückseiten-Kühlung erleichtert zudem das gesamte Kühlungsdesign in großen Rechenzentren und trägt damit zu weiteren Kosteneinsparungen bei. Entsprechende Produkte anderer Hersteller würden einen dagegen einen kontinuierlichen Luftstrom von allen vier Seiten benötigen.
Noch ein Hinweis auf ein Energiemanagement-Konzept von Hewlett-Packard: Ende November stellte das Unternehmen sein »Dynamic-Smart-Cooling«-System vor.
Es ermittelt mithilfe von Sensoren an den Racks die Temperatur der Komponenten. Ein Server steuert auf Basis dieser Informationen die Klimaanlage des Rechenzentrums. Angeblich lassen sich mit dem System bis zu 40 Prozent der Energiekosten einsparen.
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