Nachdem mit Lenovo ein weiterer Notebook-Hersteller defekte Akkus von Sony zurückrufen muss, zieht das japanische Unternehmen die Notbremse. Es legt ein globales Austauschprogramm auf.

Ebenfalls mit fehlerhaften Sony-Akkus bestückt: das »Thinkpad X60« von Lenovo
Ein Sprecher von Lenovo, die IBMs PC- und Notebook-Sparte im vergangenen Jahr übernahm, teilte mit, in mindestens einem Fall sei ein Notebook des Herstellers in Flammen aufgegangen. Auslöser war die Überhitzung des Akkus. Der Vorfall ereignete sich in einem Flughafen, als der Besitzer des Rechners gerade an Bord eines Jets gehen wollte.
IBM und Lenovo haben eine spezielle Web-Seite eingerichtet, auf der Besitzer eines Thinkpad nachsehen können, ob die Akkus ihres Notebooks ausgetauscht werden müssen.
Sony hat nach diesem Vorfall beschlossen, ein globales Umtauschprogramm für die fehlerhaften Stromversorgungen zu starten. Die Firma will dabei eng mit Notebook-Fabrikanten und OEMs zusammenarbeiten, um alle defekten Akkus aus dem Verkehr zu ziehen.
Neben Lenovo/IBM haben Toshiba, Dell und Apple defekte Lithium-Ionen-Stromversorgungen von dem japanischen Lieferanten bezogen. Insgesamt müssen fast sechs Millionen Akkus ersetzt werden. Keine Probleme meldeten bislang Firmen wie Hewlett-Packard, Acer und Asus.
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