Ein Software-Update, das zuvor nicht ausreichend getestet wurde, hat angeblich den Ausfall des »Blackberry«-E-Mail-Dienstes von Research In Motion (RIM) Mitte der Woche verursacht.

Kurrzeitig nur als Mobiltelefon tauglich: das neue Smartphone Blackberry 8800 von RIM.
Einige User beschwerten sich zudem darüber, dass sie keinen Zugang zum Internet hatten. Telefonieren konnten sie mit ihren Blackberrys allerdings.
Ursprünglich wollte sich RIM zu den Ursachen der Panne nicht äußern. Noch am Donnerstag hieß es, das Unternehmen wolle zuerst die Ursachen der Störung detailliert untersuchen und erst dann eine Stellungnahme abgeben.
Diese Haltung revidierte die kanadische Firma anschließend zumindest teilweise, nachdem sich Nutzer über die restriktive Informationspolitik von RIM beschwert hatten.
In Fachkreisen wird vermutet, dass das Software-Update Probleme mit der Authentifizierung von Nutzern verursacht hat. Bevor das Network-Operation-Center von Research In Motion E-Mails an einen User übermittelt, wird zunächst dessen Identität überprüft.
Die Panne ist für RIM insofern peinlich, als das Unternehmen stets betont, sein E-Mail-Push-Service sei in höchstem Maße zuverlässig. Mit diesem Argument spricht der Anbieter vor allem Geschäftskunden an.
Firmen wie Microsoft (»Direct Push«) und Nokia (»Intellisync Mobile Suite«), die ebenfalls Produkte für die automatische Übermittlung von E-Mails auf Handys und Smartphones anbieten, dürften den Ausrutscher von RIM mit einer gewissen Schadenfreude zur Kenntnis genommen haben.
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