Das holländisch-belgische Forschungsinstitut Holst Centre hat einen RFID-Chip vorgestellt, der Daten mit 780 Bit/s überträgt.
Die Forscher des Holst Centre informierten die Teilnehmer der International Solid State Circuit Conference (ISSCC), die in dieser Woche in San Francisco stattfand, über die Entwicklung.

Beim RFID-Tag des Holst
Centre ist die Elektronik auf
einer Plastikfolie untergebracht.
Sie demonstrierten einen passiven RFID-Tag aus Kunststoff, der im Frequenzbereich 13,56 MHz arbeitet. Die 64 Bit Daten auf dem Chip lassen sich laut Holst Centre über Distanzen von bis zu zehn Zentimetern mit 787 Bit/s auslesen.
Die Funk-Chips können so preiswert hergestellt werden, dass sie nach Ansicht der Experten an die Stelle von Barcode-Etiketten treten könnten. Der Tag besteht aus einer Induktiv-Antenne, einem Kondensator sowie einem Gleichrichter und Schaltkreis. Als Träger dient eine Kunststoff-Folie.
Der Transponder wurde von der Firma Polymer Vision gefertigt. Das Unternehmen aus Eindhoven (Niederlande) ging aus einem Bereich von Philips hervor. Polymer Vision ist ein Spezialist für organische Elektronik auf Basis von Polymeren.
Die Firma hat unter anderem mit »Readius« ein Display entwickelt, das sich zusammenrollen lässt. Es soll bei mobilen Geräten Verwendung finden.
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