An seiner Preispolitik für Support-Dienste hält Linux-Spezialist Red Hat fest. Oracle hatte vergangene Woche angekündigt, für etwa die Hälfte der Kosten technische Unterstützung für Red Hat Linux anzubieten.

Hält an Preispolitik fest: Matthew Szulik, CEO von Red Hat
Oracle-Chef Larry Ellison hatte in der letzten Woche angekündigt, auch sein Unternehmen werde Nutzern von Red-Hat-Distributionen technischen Support anbieten, und zwar für etwa die Hälfte der Summe wie Red Hat selbst.
Daraufhin verloren die Aktien von Red Hat fast ein Viertel ihres Wertes. Die Firma hat mittlerweile ein Programm zum Rückkauf eigener Aktien gestartet.
Im Gespräch mit CNBC äußerste sich Szulik vorsichtig optimistisch, was die weitere Zusammenarbeit mit Oracle betrifft. »Wir werden die Partnerschaft fortsetzen«, so der Firmenchef. Oracle wird demnach über seine Vertriebskanäle weiterhin neben den eigenen Produkten auch Red-Hat-Linux anbieten.
Welche finanziellen Auswirkungen für Red Hat das Engagement von Oracle im Support-Geschäft hat, wird sich erst in einigen Wochen zeigen. Sicherlich hätte Oracle keine Probleme, den kleineren Partner zu schlucken. Während für Oracle im laufenden Geschäftsjahr ein Umsatz von etwa 17 Milliarden Dollar erwartet wird, sind es bei Red Hat an die 400 Millionen Dollar.
Allerdings gibt es bislang keine Anzeichen dafür, dass Oracle Interesse an Red Hat hat. Auch Gerüchte, dass Oracle selbst als Anbieter von Linux-Distributionen auf den Plan treten wolle, haben sich bislang nicht erhärtet.
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