Der bestehende Power-over-Ethernet-Standard stellt Endgeräten, die über Datenkabel mit Strom versorgt werden, 12,95 Watt zur Verfügung. Das reicht jedoch für etliche Geräte nicht mehr aus. Abhilfe soll eine neue Spezifikation schaffen: PoE Plus.
Der seit 2003 verfügbare Standard für Power over Ethernet (PoE) ist weiter auf dem Vormarsch. Der bisherige Standard IEEE 802.3af-2003 hat den Nutzen von Ethernet-Ports beträchtlich erhöht, erlaubt er es doch, Endgeräte wie IP-Telefone über ein einziges Kabel nicht nur mit der Netzwerkinfrastruktur zu verbinden, sondern auch mit Strom zu versorgen.

Dell'Oro prognostiziert eine massive Zunahme der PoE-Ports bei Endgeräten (Powered Devices) und Switches (Power Sourcing Equipment).
Die Folge davon sind beträchtliche Wachstumsraten, sowohl bei Endgeräten beziehungsweise »Powered Devices« (PD) wie IP-Telefonen oder WLAN-Access- Points, die Strom benötigen, als auch bei Power-Sourcing-Equipment (PSE) wie PoE-Switches, die ihrerseits Endgeräte mit Strom versorgen können.
Die Dell´Oro Group erwartet in diesen Marktsegmenten jährliche Wachstumsraten von 29 beziehungsweise 26 Prozent. Die Zahl der weltweit ausgelieferten PoE-Ports soll bis 2011 auf 145 Millionen steigen.
Rund 13 Watt reichen nicht mehr
Im Zuge des Trends zur Umstellung auf kombinierte Sprach- und Datennetzwerke ist der PoE-Standard 802.3af-2003 mittlerweile an seine Grenzen gestoßen.
Neue Endgeräte wie etwa Access-Points gemäß IEEE 802.11n, Überwachungskameras mit Pan-/Tilt-/Zoom-Funktionen (PTZ) und hoher Bildauflösung, IP-Telefone mit Funktionen für Videokonferenzen sowie Point-of-Sales-Terminals verlangen nach mehr Leistung als die im aktuellen PoE-Standard festgelegte Obergrenze von 12,95 Watt.
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