Rund 55 Prozent der Unternehmen in Deutschland setzen Open-Source-Produkte als E-Mail-Gateways ein. Das fand Iron Port Systems mithilfe eines speziellen Analyseprogrammes heraus.

Von den 55 Prozent Open-Source-Nutzern greifen jeweils 33 Prozent auf Sendmail und Postfix zurück. Unter den Nutzer kommerzieller Gateways ist Iron Port mit ebenfalls 33 Prozent der führende Anbieter in Deutschland, gefolgt von Borderware, Symantec und Microsoft.
Reiner Baumann, Regional Director Zentral- und Osteuropa bei Iron Port, ist jedoch davon überzeugt, dass es bald zu einer Konsolidierung in diesem Markt kommt: »Deutsche Firmen setzen derzeit noch auf eine Vielzahl unterschiedlicher E-Mail-Gateways. Das wird sich in Kürze ändern.«
Infizierte Web-Seiten und Spam als Hauptgefahr
Vor allem der Schutz vor neuen, unbekannten Angriffsformen werde zu einem zentralen Entscheidungskriterium für die Anwender. »Herkömmliche Gateways werden diesen Herausforderungen nicht mehr gerecht«, so Baumann.
Spam-Versender und Cyber-Gangster haben ihre Methoden verfeinert, um E-Mail-Filter auszutricksen. Ein Beispiel dafür sind Nachrichten, die Werbebotschaften in Bilder oder PDF-Dateien verstecken.
Ein aktuelles Beispiel: Derzeit läuft eine breit angelegte Spam-Aktion, bei der Werbung für Aktien in angehängten PDF-Dateien transportiert wird. In die PDF-Files haben die Versender ihre Botschaft wiederum in Form eines Bildes hinein kopiert.
Laut Iron Port lassen sich solche Angriffe nur mithilfe eines ganzheitlichen Ansatzes abwehren. Das Filtersystem der Firma nutzt beispielsweise Sender Base, einen Monitoring-Dienst für Web- und E-Mail-Verkehr. In einer Datenbank laufen Informationen von 100.000 Service-Providern zusammen.
Ergänzt wird dies durch die »Self-Defending-Network«-Produkte von Iron Ports Muttergesellschaft Cisco.
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