Network Computing

Umbau von Nokia geht weiter

Nokias Cheftechnologe geht von Bord  

Von: Bernd Reder

Turbulent geht es derzeit bei Nokia zu. Zuerst verkündete das Unternehmen die Trennung von der Security-Sparte, jetzt geht Chief-Technology-Officer Bob Iannucci. Und so nebenbei übernahmen die Finnen OZ Communications, einen Anbieter von mobilen Messaging-Diensten.

Wie bereits gemeldet, wird Nokia seinen Bereich Sicherheitssysteme abstoßen. Als Käufer wird eine Investment-Firma gehandelt.

 

Vermutlich sind der Verkauf der Sparte und die Trennung von einem Großteil des Geschäftskundenbereichs auch für den Abgang von Chief-Technology-Officer Bob Iannucci verantwortlich.

 


OZ Communications bringt Dienste wie Instant-Messaging auf mobile
Geräte wie Handys. Jetzt wurde die kanadische Firma von Nokia
übernommen.

 

Der Fachmann, der in Nokias Forschungszentrum im Silicon Valley (Kalifornien) tätig war, gilt als Spezialist für Business-Anwendungen. Als Interimslösung etablierte Nokia Henry Tirri als CTO.

 

Mobile Instant-Messaging und E-Mail

 

Ein Indiz dafür, in welche Richtung sich Nokia entwickeln möchte, ist die Übernahme von OZ Communications. Das Unternehmen mit Sitz in Montreal (Kanada) bietet mobile E-Mail- und -Instant-Messaging-Lösungen für Serviceprovider an. Zu den Kunden zählen T-Mobile, Sprint Nextel und Verizon Wireless.

 

Neben der Client-Software stellt OZ auch die dazu passenden Gateway-Systeme bereit. Vergleichbare Produkte hat die kanadische Firma für den Zugriff auf Social-Networks wie Facebook entwickelt.

 

Anwender können von ihrem mobilen Gerät, sprich Handy oder Smartphone, aus auf E-Mails, IM-Dienste oder Social-Networking-Services zugreifen.

 

Wie viel Nokia für OZ Communication bezahlt, teilten beide Firmen nicht mit. Die Übernahme von OZ ist ein Element von Nokias Strategie, vom Geschäft mit Hardware, also Mobilgeräten, unabhängiger zu werden.

 

Mit seinem »Music Store« ist der Hersteller in das Geschäft mit Musik-Downloads eingestiegen und versucht, Apples »iTunes« Kunden abzunehmen. Ein weiterer Service ist »Nokia Maps«, ein Pendant zu Google Maps. Er bietet Navigationsfunktionen für Autofahrer, Fußgänger und Radfahrer.

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