Neben den Telefoniediensten verfügt das Symbian-Smartphone Nokia E51 über eine Fülle zusätzlicher Funktionen und einen UMTS-Internetzugang.
Nokias E51 arbeitet mit dem Symbian-Betriebssystem und unterstützt Java-Applikationen. Es beherrscht alle vier GSM-Frequenzen und stellt Datenverbindungen per UMTS/HSDPA oder auch über WLAN mit 802.11b/g her.
Das E51 kommt mit einer geräumigen Grundausrüstung von 128 MByte Speicher und lässt sich per Micro-SD-Karte erweitern. Die Kommunikation zum PC erledigt das Smartphone über Bluetooth 2.0 mit Enhanced-Data-Rate, Infrarot oder USB.
Im direkten Vergleich mit dem Sony Ericsson T650i (siehe Test in Ausgabe 1-2/2008) macht Nokia alles ein wenig umständlicher. Bei der Fülle der Optionen verwirrt die Menüführung, und nicht immer finden sich die Icons dort, wo sie der Anwender erwartet.
Handling nicht besonders komfortabel
Bei der PC-Verbindung offeriert das T650i ein USB-LAN-Interface und arbeitet selbst als Router – das funktioniert mit fast jedem System ohne zusätzliche Treiber. Das kann das E51 leider nicht, so dass sich der Anwender mit Dial-Up-Networking-Einstellungen und der leider nicht sonderlich stabilen Nokia-Software herumschlagen muss.
Diese Nokia-PC-Suite zielt von den Funktionen eher auf den Heimanwender und rückt Dienste wie die Multimediaverwaltung in den Vordergrund. Bei einem komplexen Gerät wie dem E51 würde der Anwender gerne am PC eine Option zum Konfigurieren der Telefoneinstellungen finden, so dass er sich das Herumtippen auf der Telefontastatur ersparen könnte.
Schade auch, dass Nokia ein Ladegerät mit eigenem Stecker benötigt und sich den Strom nicht wie andere moderne Geräte aus dem USB-Anschluss saugen kann.
Positiv fällt auf, dass Zusatzprogramme wie Google-Maps auf dem E51 sehr zügig laufen (schneller als beim T650i). Zudem unterstützt das E51 ein rudimentäres Multitasking, und mehrere Anwendungen wie Browser und Google-Maps können parallel offen bleiben.
Fazit
Das E51 offeriert einen guten Funktionsumfang, bleibt bei der Bedienung aber ein wenig unübersichtlich. Nokia packt ein bisschen viel in das Gerät.
Office-Tools zum Lesen und Bearbeiten von Word-Dokumenten auf einem 240x320-Pixel-Handy-Display braucht der Anwender in der Praxis ebenso selten wie einen SIP-Client. Gut gefällt die lange Akkulaufzeit von länger als 5 Tagen im Test.
Diesen Testbericht können Sie auch in der Print-Ausgabe 6/2008 von Network Computing auf Seite 10 nachlesen.
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