Home » Netzwerk » Storage
22.01.2008

Storage-Systeme: Network-Attached Storage:
Zuwachs bei Qnaps NAS-Server-Familie

von Bernd Reder

Mit einer Kapazität von bis zu 4 TByte wartet das TS-409 Pro Turbo von Qnap auf. Das NAS-System lässt sich als Dateiserver oder Backup-Lösung in kleinen und mittleren Netzen einsetzen.

Mit dem TS-409 Pro Turbo spricht Qnap dediziert professionelle Anwender an. Dem entsprechend hat die taiwanesische Firma Funktionen integriert, die nur im Enterprise-Bereich zu finden sind.

Eine davon ist der Support für RAID 5 und 6. Dies stellt sicher, dass der NAS-Server (Network-Attached Storage) auch bei Ausfall von einer oder zwei Festplatten funktioniert. Die Daten werden dazu auf die anderen Disks gespiegelt.

Dient als File-, Backup-, FTP- oder Web-Server:das TS-409 Pro von Qnap.

Insgesamt unterstützt das TS-409 Pro Turbo die RAID-Level 0, 1, 5, 5+ und 6, außerdem JBOBs (Just a Bunch of Disks). Die Festplatten sind »hot swappable«, lassen sich also bei einem Defekt im laufenden Betrieb ein- und ausbauen, oder dann, wenn eine Kapazitätserweiterung ansteht. Einbauen lassen sich bis zu vier SATA-I- oder SATA-II-Platten mit jeweils bis zu 1 TByte Speicherkapazität.

Die Verbindung nach »draußen« stellen ein Gigabit-Ethernet-Anschluss und drei USB-2.0-Schnittstellen sicher.

Active Directory unterstützt

Ein Blick auf die Netzwerk-Funktionen: Im Gegensatz zum kleineren TS-409 unterstützt die Pro-Version neben CIFS/SMB (Windows) und AFP (Mac) auch das Network File System (NFS). Dies ist für Anwender wichtig, die auch Linux-Rechner einsetzen.

Ein weiterer Unterschied ist, dass das TS-409 Pro auch mit Microsofts Active Directory zusammenarbeitet. Das eher für kleine Firmen und Home-User ausgelegte TS-409 bietet dies nicht.

Beide NAS-Server kommen mit den File-Systemen EXT3, NTFS und FAT zurande, ebenso mit den Betriebssystemen Mac OS X und den Windows-Versionen ab Windows 98. Ein kleines Manko: Vista wird nur in 32-Bit-Version unterstützt, nicht der 64-Bit-Variante.

Tools für Backup und Datenreplizierung

Qnap legt Tools bei, mit denen der Benutzer Backups von Daten erstellen oder Informationsbestände replizieren kann. Das lässt sich auch »remote« bewerkstelligen, in diesem Fall auch über verschlüsselte Verbindungen.

Das TS-409 Pro lässt sich als File-, Backup-, Datenbank-, FTP- und Web-Server einsetzten. Laut Qnap kann er auch Multimedia-Speicher dienen. Den Zugang steuert der Systemmanager über Online-Benutzerlisten und ein Log-in-System. Ein Überwachungsprogramm informiert den Fachmann über den Status der Festplatten oder die Temperatur des Systems.

Ein PDF-Dokument, das die Features der Modelle TS-409 Pro, TS-409 und TS-401T gegenüberstellt, ist hier zu finden.

Kostenbeispiele

Der Qnap TS-409 Pro kostet rund 540 Euro (inklusive Mehrwertsteuer). Darin sind allerdings die Festplatten nicht enthalten. Deshalb hier drei Konfigurationen (den Preis für die Festplatten habe ich bei Alternate recherchiert):

Mit vier SATA-II-Platten von Seagate (ST3500320NS, Barracuda ES.2, 24/7) mit 500 GByte und einem Preis von jeweils 119 Euro kommt das TS-409 Pro auf rund 1020 Euro. Die Kapazität beträgt in diesem Fall 2 TByte.

Nimmt man vier 1-TByte-Disks, ebenfalls von Seagate (ST31000340NS, Barracuda ES.2, 24/7), für jeweils 279 Euro, summiert sich das Ganze auf etwa 1660 Euro. Um etwa 100 Euro preisgünstiger (1560 Euro) ist ein System mit Samsungs Spinpoint HD103UJ (1 TByte).

In der vergangenen Woche kündigte auch Qnaps Konkurrent Netgear neue Versionen seiner ReadyNAS-NV+-Geräte an (siehe Artikel). Die Systeme sind in Konfigurationen mit 1,5 bis 4 TByte zu haben. Die Straßenpreise bewegen sich zwischen etwa 1200 und 2500 Euro.

» Tipp der Redaktion

Bild zu "Praxis: Die sechs größten Sicherheitsrisiken bei der Server-Virtualisierung"

Praxis: Die sechs größten Sicherheitsrisiken bei der Server-Virtualisierung

Das Virtualisieren von Servern ist derzeit ein »Hype«-Thema. Doch bei aller Euphorie, was den Nutzen dieser Technik betrifft, wird oft ein wesentlicher Punkt vergessen: die Sicherheit. Die Beratungsgesellschaft Gartner hat sechs Risiken identifiziert, die bei der Servervirtualisierung lauern.

Bild zu "Vmware-Praxis: Virtuelle Maschine mit fehlerhaftem RedoLog"

Vmware-Praxis: Virtuelle Maschine mit fehlerhaftem RedoLog

Schließt eine virtuelle Maschine (VM) auf einem Vmware-Server eine Operation wegen zu wenig Plattenplatz nicht ab, hilft es die Snapshot-Dateien zu löschen. Eventuell bootet die VM danach nicht mehr. Dieses Problem lässt sich ohne Restore beheben.

» Top-Stories der Woche

Bild zu "Oswald P. Zimmermann wird in Europäischen Wirtschaftssenat berufen"

Oswald P. Zimmermann wird in Europäischen Wirtschaftssenat berufen

Der Vorstandsvorsitzender des Technologieanbieters Datango, Oswald P. Zimmermann, wird am 23. März in den Europäischen Wirtschaftssenat berufen. In dem Gremium soll Zimmermann die Belange der Unternehmer in den Bereichen E-Learning, Prozess-Automation und -Navigation auf europäischer Ebene voranbringen.

Bild zu "Google will China den Rücken kehren"

Google will China den Rücken kehren

Nach Informationen von Insidern wird Google seine Aktivitäten in China einstellen. Der Betreiber der weltweit führenden Suchmaschine reagiert damit auf die harte Linie der chinesischen Regierung, die weiterhin auf einer Zensur von Suchresultaten besteht.

» Meistgelesene News

Bild zu "Es geht doch: Windows 7 RC auf Vollversion updaten"

Es geht doch: Windows 7 RC auf Vollversion updaten

Eigentlich muss der Nutzer beim Wechsel vom Release-Candidate zur finalen Version eine Neuinstallation vornehmen. Aber es gibt einen Trick von Microsoft, damit ein Upgrade doch funktioniert. Network Computing hat es ausprobiert.

Bild zu "Kaspersky Lab: Internet-Wurm Koobface startet Großangriff"

Kaspersky Lab: Internet-Wurm Koobface startet Großangriff

Auf Nutzer des sozialen Netzwerks Facebook rollte eine neue Angriffswelle zu. Die IT-Sicherheitsfirma Kaspersky Lab hat innerhalb der letzten Tage eine Verdoppelung der Zahl der Command-and-Control-Server des Wurms »Koobface« registriert. Laut Kaspersky lassen sich Attacken mithilfe einfacher Vorsichtsmaßnahmen abwehren.

» Preisvergleich Top 5

» Network-Computing-Tests

Zwei Netbooks im Praxistest

Spielzeug oder Arbeitswerkzeug? Das Asus EeePC 901 und Samsungs NC 10 im Büroalltag

Universal Desktops von Igel

Die neue Thin-Client-Familie von Igel macht IT einfach.

Test: Paessler siegt im Streit der Network-Monitoring-Produkte

Mit einer Empfehlung der NWC-Redaktion kann sich Paesslers PRTG Network Monitor 7.2 schmücken. Die Netzwerk-Monitoring-Software distanzierte drei Konkurrenten.