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03.06.2009

Firmen erkennen Problem Datendiebstahl:
Data-Loss-Prevention: Gefangen zwischen Notwendigkeit und Komplexität

von Werner Veith, vu

Fälle wie Datenmissbrauch bei der Deutschen Telekom oder der Landesbank Berlin führen dazu, dass Unternehmen das Problem wahrnehmen. Die Antwort heißt Data-Loss-Prevention. Doch die Projekte sind komplex, wie Statements von Checkpoint, McAfee, Sophos, Symantec oder Trend Micro zeigen.

Deutsche Telekom, Landesbank Berlin – es lassen sich sicher noch weitere Beispiele für Datenmissbrauch in Deutschland finden. Dieses Phänomen scheint unabhängig von Firmengröße oder Branche zu sein. Gilt doch beispielsweise die Finanzbranche als Musterschüler in Security-Belangen. Trotzdem sind Datenskandale geschehen.

Solche Fälle führen zumindest dazu, dass Unternehmen anfangen, sich mit dem Problem auseinander zu setzen. Doch etwa Komplexität oder gesetzliche Vorgaben verhindern, dass Firmen Data-Loss-Prevention (DLP) einführen wollen. Network Computing sprach mit Check Point, McAfee, Sophos, Symantec oder Trend Micro über die Problematik. Dabei ging es auch um deren Erfahrungen und Konzepte zu DLP. Lesen Sie im folgenden den ersten Teil der Statements. Die Aussagen erschienen auch im Teil 2 den »IT-Solutions Security«, S.IIf, als Element der Ausgabe 4/2009 der Network Computing.

Network Computing: Welche Wirkung haben Ihrer Meinung nach die öffentlich geworden Datenskandalen auf die Unternehmen?

Thomas Maxeoner, Product-Line-Executive Data-Protection Central-Europe bei McAfee

Thomas Maxeoner, Product-Line-Executive Data-Protection Central-Europe bei McAfee: »Diese Frage ist schwer zu beantworten. Für viele Firmen waren diese Skandale sicher ein Auslöser, sich mit dem Thema »Schutz vor Datenverlust« zu beschäftigen. Manche glauben jedoch noch immer, dass ihre vertraulichen Daten nicht interessant genug für Angreifer sind. In Krisenzeiten ist es jedoch wichtig, Daten zu schützen, um sich im Wettbewerb zu behaupten.«

Andreas Zeitler, Vice-President und Regional-Manager Central-Region bei Symantec: »In der Öffentlichkeit werden meist nur die Datenskandale von Großunternehmen diskutiert. Viel interessanter sind für Hacker aber die kleinen und mittelständischen Firmen. Dort finden sie mit relativ wenig Aufwand jede Menge Know-how, das sich auf dem Schwarzmarkt zu Geld machen lässt. Auch bei dieser Gruppe von Unternehmen steigt aber das Bewusstsein für die IT-Sicherheit.«

Albert Schöppl, Senior-Manager Major-Account-Sales bei Trend Micro: »Wir haben unseren Kunden genau diese Frage gestellt. Das Ergebnis ist erschreckend. Da bei den publik gewordenen Schadensfällen die Hintergründe oft unbekannt sind, finden Firmen die unterschiedlichsten Begründungen dafür. Sie verweisen meist darauf, dass Datendiebstahl und -missbrauch unvermeidbar seien. Dabei entstehen etwa 70 Prozent aller Datenpannen durch vermeidbare Fehler, Versehen oder Unwissenheit.«

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