Für Linux, Mac-OS und Windows:
First-Look: fast portabler Open-Source-IP-Scanner
Mehr als eine Java-Virtual-Machine braucht die Open-Source-Software »Angry IP Scanner« nicht. Mit ihr bekommt der Administrator einen schnellen Überblick, welche IP-Adressen in seinem Netz belegt sind. Network Computing hat einen Blick darauf geworfen.
Netze sind nichts statisches. Da kommen neue Rechner, Router oder Switches dazu. Mit einem Excel-Sheet ist es da nicht immer leicht, den Überblick zu behalten. Mit der Open-Source-Software »Angry IP Scanner 3.0 Beta« sieht der Administrator jedoch, welche IP-Adressen im Gebrauch sind. Vor kurzem hatte sich Network Computing die ebenfalls kostenlose Lösung »IP Adress Tracker« von Solarwinds angeschaut. Dahinter muss sich die Open-Source-Lösung nicht verstecken. Der Administrator gibt bei Angry-IP-Scanner etwa einen IP-Bereich oder ein Subnetz ein, um zu scannen. Zurück bekommt er IP-Adresse, Hostname, Web-Interface, NetBIOS-Informationen, TTL-der-Pakete (Time-to-Live) und Kommentare. Über die Anzahl der gleichzeitigen Threads lässt sich die Dauer des Scans beeinflussen. Leider verliert der IP-Scanner beim nächsten Scan die Ergebnisse des vorigen. Über einen Export lassen sie sich retten.
Die Open-Source-Software »Angry IP Scanner« benötigt nur eine Java-Virtual-Machine auf einem Rechner.
Eine Installation des IP-Scanners ist nicht notwendig. Existiert auf dem Rechner eine JVM (Java-Virtual-Machine), kann der Nutzer direkt loslegen. Die Software gibt es für Linux, Mac-OS und Windows. Das Scannen lässt sich über die Verzögerung zwischen zwei Thread, der maximalen Anzahl der Thread, der Anzahl der Pings pro Host und dem Ping-Timeout beeinflussen. Eine hohe Anzahl von Threads verkürzt die Scanzeit enorm. Allerdings schafft es die Software irgendwann nicht mehr, ab einer gewissen Höhe die vorgegebene Anzahl an Threads nicht auszunutzen.
Nach Ende des Scans sieht der Anwender in einer Liste die Ergebnisse. Vor dem Scan kann er auswählen, ob er alle Werte über so genannte Fetcher abfragen will. Vielleicht reicht es auch, nur die genutzten IP-Adressen zu sehen. Netbios liefert ihm Domäne beziehungsweise Arbeitsgruppe, Nutzername und MAC-Adresse. Außerdem sieht er etwa, ob ein Web-Server vorhanden ist.
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