Zukunftspläne offen gelegt:
Nagios ist tot: Es lebe Nagios
Für einige Protagonisten des Netzwerk-Monitoring-Systems »Nagios« ist dessen Entwicklung ins Stocken geraten. Um dem zu begegnen, haben sie mit »Icinga« eine Weiterentwicklung gestartet.
Das Netzwerk-Monitoring-System »Nagios« ist Open-Source. Eine Stärke der Lösung sind die vielen zusätzlichen Module von anderen Entwicklern. Doch die Entwicklung sei ins Stocken geraten, fanden einige der Nagios-Entwickler. Außerdem waren sie nicht mit der Geschwindigkeit zufrieden, mit der das Projekt auf Nutzer-Anfragen reagiert hat. Jetzt haben sie die Konsequenz gezogen und einen eigenen Entwicklungszweig (Fork) unter dem Namen »Icinga« aufgemacht. Das neue System soll mit den existierenden Nagios voll kompatibel sein.
Netzwerk-Übersicht im Monitoring-System »Nagios«. Jetzt hat es mit »Icinga« als Fork große Konkurrenz bekommen.
Als nächstes sollen schon länger bestehende Bugs behoben werden und einige Verbesserungen kommen. Dazu zählen ein Standard-API, um Add-ons von Dritten einfach zu integrieren, ein neues Web-Interface und eine bessere Integration der Datenbank. Das erste Release soll Ende Mai kommen. Die erste stabile Version planen die Entwickler für den 28. Oktober. Diese soll auch die wichtigsten Add-ons für Performance-Charts, Visualisierung und Business-Process-Monitoring enthalten.
Als wichtigste Veränderung von Icinga gegenüber dem bestehenden Nagios gilt das Web-Interface, das komplett auf PHP basiert. Es soll es Nutzern leichter machen, die Nutzungsoberfläche für ihre Bedürfnisse anzupassen. Für Reports gibt es dann ein separates Modul. Diese lassen sich über den Report-Designer dann anpassen.
Die Protagonisten begründen ihren Schritt vor allem damit, dass die Nagios-Software selbst nur von einem einzigen Entwickler in den USA verantwortet wird. Versuche der Nagios-Community, die Entwicklung auf eine breitere Basis zu stellen, hätten nicht zum Erfolg geführt. Dabei sei das Engagement der Community abgeflacht.
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