Open-Source:
Proprietäre Software trifft auf Widerwillen
»Nur mit Open-Source-Software können die Entscheider auf echte Standards zählen, deren Wirkungsbreite nicht an herstellerspezifischen Grenzen scheitert.«
Die Zeichen der Zeit sind unverkennbar: Die Unternehmen kehren der proprietären Software zunehmend den Rücken zu. Es sind vor allem die Hochpreispolitik und die Produktbindung dieser Hersteller, die auf Kundenseite auf wachsenden Widerwillen treffen. Der Trend zu Open-Source wird sich durch die Wirtschaftskrise verstärken.
Die Finanz- und Wirtschaftskrise macht die Entscheider hoch sensibel. Sie betrachten die hohen Kosten, die mit herstellerspezifischen Lösungskonzepten einhergehen, kritischer. Das mit Recht: Von den Einstiegs- und Integrationskosten hängen weitere betriebswirtschaftliche Bewertungen wie ROI (Return-on-Investment), Investitions- und Projektrisiken, erreichbare Verfügbarkeit und Performance sowie eine kostenvertretbare Weiterentwicklung der IT ab. Schon das Beispiel Virtualisierung macht die Unterschiede zwischen herstellerbindender und offener, über Herstellergrenzen hinweg interoperabler und integrationsfähiger Software, deutlich. Schlägt das Unternehmen bei der Server- und Speicher-Virtualisierung den proprietären Weg ein, läuft es nicht nur in teure Software-Lizenzen, in Produktbindungen, Interoperabilitätseinbußen sowie Umsetzungsbegrenzungen und -risiken hinein. Diese Nachteile währen über die Jahre fort. Sie begleiten das Unternehmen bei jedem Schritt, mit dem es seine so genannte Virtualisierungslösung weiter entwickeln wird.
Der Trend, auch die Clients zu virtualisieren, sensibilisiert die Entscheider zusätzlich, herstellerspezifischen Konzepten kritisch zu begegnen. Denn in diesem Fall schreibt das Unternehmen die Herstellerbindung mit all ihren Nachteilen auf die Clients mit ihrem proprietären Betriebssystem fort. Die Konsequenz: Es begibt sich über alle Hardware-Säulen entlang der Geschäftsprozesse in ein Korsett, aus dem es mit allen negativen Folgen kein Entrinnen gibt. Dabei bleibt es nicht. Was für die Server- und Speicher-Virtualisierung gilt, gilt auch für die Virtualisierung der Clients. Proprietäre Konzepte sind für das Unternehmen mit Verfügbarkeits-, Performance- und vor allem Sicherheitsnachteilen verbunden. Ganz anders mit der Umsetzung der kompletten Virtualisierungslösung in Open-Source-Software: Sie überzeugt nachweislich und von neutralen Analysten und Testern attestiert in allen drei Punkten.
- 1. Seite: Proprietäre Software trifft auf Widerwillen
- 2. Seite: Proprietäre Software trifft auf Widerwillen (Fortsetzung)
Die Leserkommentare sind für diesen Artikel deaktiviert.
» Tipp der Redaktion
Windows-Server: Paketverluste bei virtuellen Maschinen vermeiden
Bei virtuellen Maschinen (VMs) mit Windows-Server-2008 R2 kann es unter bestimmten Umständen zu Paketverlusten kommen. Erhöht der Administrator den Netzwerk-Puffer der einzelnen VMs lässt sich dies vermeiden.
Kostenloser Leitfaden »Betriebssichere Rechenzentren«
Einen Überblick über die technischen und gesetzlichen Anforderungen, die Datacenter erfüllen müssen, gibt ein kostenloser Leitfaden des Bitkom. Die Broschüre kann kostenlos von der Web-Seite des Verbandes heruntergeladen werden.
» Top-Stories der Woche
Musik von Pink Floyd darf nicht in Häppchen zum Download angeboten werden
Einen Sieg über den schnöden Kommerz – und das Internet-Zeitalter – hat die Musikgruppe Pink Floyd erzielt. Sie erwirkten ein Urteil gegen den Musikkonzern EMI. Dieser darf die Platten und CDs der Band jetzt nur als Ganzes zum Download anbieten, nicht mehr einzelne Titel.
Amazon-Cloud als günstige Alternative zu Dienstleistern
Kann die Cloud Dienstleister wirklich ersetzen? Benchmarking-Spezialist Metri hat sich die Angebote von Amazon genauer angeschaut und mit klassischen IT-Dienstleistern verglichen. Das überraschend deutliche Fazit: »Amazon ist eine kostengünstige Alternative – zumindest für Entwicklungs- und Testzwecke«.
» Meistgelesene News
Die 5 größten Datenschutz-Lügen
Verstärkt durch einen Wandel in der IT (z.B. Cloud Computing) und das neue Datenschutzgesetz werden Daten zu einem der wichtigsten und wertvollsten Vermögensgüter in Unternehmen. Eine überholte Auffassung von Datenschutz verhindert jedoch oft noch den gewünschten Erfolg entsprechender Maßnahmen.
Es geht doch: Windows 7 RC auf Vollversion updaten
Eigentlich muss der Nutzer beim Wechsel vom Release-Candidate zur finalen Version eine Neuinstallation vornehmen. Aber es gibt einen Trick von Microsoft, damit ein Upgrade doch funktioniert. Network Computing hat es ausprobiert.
» Preisvergleich Top 5
» Network-Computing-Tests
Zwei Netbooks im Praxistest
Spielzeug oder Arbeitswerkzeug? Das Asus EeePC 901 und Samsungs NC 10 im Büroalltag
Universal Desktops von Igel
Die neue Thin-Client-Familie von Igel macht IT einfach.
Test: Paessler siegt im Streit der Network-Monitoring-Produkte
Mit einer Empfehlung der NWC-Redaktion kann sich Paesslers PRTG Network Monitor 7.2 schmücken. Die Netzwerk-Monitoring-Software distanzierte drei Konkurrenten.