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22.04.2009

Open-Source:
Proprietäre Software trifft auf Widerwillen

von Jan Wildeboer, EMEA Evangelist bei Red Hat

»Nur mit Open-Source-Software können die Entscheider auf echte Standards zählen, deren Wirkungsbreite nicht an herstellerspezifischen Grenzen scheitert.«

Die Zeichen der Zeit sind unverkennbar: Die Unternehmen kehren der proprietären Software zunehmend den Rücken zu. Es sind vor allem die Hochpreispolitik und die Produktbindung dieser Hersteller, die auf Kundenseite auf wachsenden Widerwillen treffen. Der Trend zu Open-Source wird sich durch die Wirtschaftskrise verstärken.

Die Finanz- und Wirtschaftskrise macht die Entscheider hoch sensibel. Sie betrachten die hohen Kosten, die mit herstellerspezifischen Lösungskonzepten einhergehen, kritischer. Das mit Recht: Von den Einstiegs- und Integrationskosten hängen weitere betriebswirtschaftliche Bewertungen wie ROI (Return-on-Investment), Investitions- und Projektrisiken, erreichbare Verfügbarkeit und Performance sowie eine kostenvertretbare Weiterentwicklung der IT ab. Schon das Beispiel Virtualisierung macht die Unterschiede zwischen herstellerbindender und offener, über Herstellergrenzen hinweg interoperabler und integrationsfähiger Software, deutlich. Schlägt das Unternehmen bei der Server- und Speicher-Virtualisierung den proprietären Weg ein, läuft es nicht nur in teure Software-Lizenzen, in Produktbindungen, Interoperabilitätseinbußen sowie Umsetzungsbegrenzungen und -risiken hinein. Diese Nachteile währen über die Jahre fort. Sie begleiten das Unternehmen bei jedem Schritt, mit dem es seine so genannte Virtualisierungslösung weiter entwickeln wird.

Der Trend, auch die Clients zu virtualisieren, sensibilisiert die Entscheider zusätzlich, herstellerspezifischen Konzepten kritisch zu begegnen. Denn in diesem Fall schreibt das Unternehmen die Herstellerbindung mit all ihren Nachteilen auf die Clients mit ihrem proprietären Betriebssystem fort. Die Konsequenz: Es begibt sich über alle Hardware-Säulen entlang der Geschäftsprozesse in ein Korsett, aus dem es mit allen negativen Folgen kein Entrinnen gibt. Dabei bleibt es nicht. Was für die Server- und Speicher-Virtualisierung gilt, gilt auch für die Virtualisierung der Clients. Proprietäre Konzepte sind für das Unternehmen mit Verfügbarkeits-, Performance- und vor allem Sicherheitsnachteilen verbunden. Ganz anders mit der Umsetzung der kompletten Virtualisierungslösung in Open-Source-Software: Sie überzeugt nachweislich und von neutralen Analysten und Testern attestiert in allen drei Punkten.

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