Intels Modular-Server unter der Lupe:
Server, Storage und Netzwerk in einer Box
(Fortsetzung des Artikels von Seite 2)
Wenige Netzteile benötigt
Wegen der steigenden Energiekosten werden Stromverbrauch und Abwärme als Auswahlkriterium bei Servern immer wichtiger. Intel hat dies beim Design des Modular-Servers bedacht. Selbst im Vollausbau reichen vier Netzteile aus, um eine redundante 3+1-Stromversorgung für alle Komponenten zu gewährleisten. Und das sind immerhin sechs Server inklusive redundanter Netzwerk- und Storage-Infrastruktur.
Ein konventioneller redundanter Aufbau würde selbst bei der Verwendung von iSCSI zumindest zwölf Netzteile für Server, vier Netzteile für die redundante Versorgung zweier Netzwerk-Switches und zwei Stromversorgungen für den Storage erfordern.
Mit dem Power-Budget-Tool kann der Anwender die Zahl der Netzteile ermitteln, die für "seine" Konfiguration des Intel-Modular-Servers erforderlich sind.
Darüber hinaus bietet Intel ein eigenes »Power-Budget-Tool« für den Modular-Server. Damit lässt sich die notwendige Anzahl an Netzteilen (zwei bis vier) für eine konkrete Konfiguration ermitteln. Das Tool berechnet sowohl die Stromaufnahme in Watt als auch die Abwärme in BTU/Stunde.
Fazit
Intel ist mit dem Modular-Server ein wirklich brauchbares Blade-System für KMUs gelungen. Im Gegensatz zu früheren Blade-Systemen bietet der Modular-Server zudem direkt Storage an – die Notwendigkeit eines zusätzlichen SANs (Storage-Areas-Network) entfällt somit. Das Management Modul hätte allerdings ein GBit-Interface vertragen – die Remote-CD-Funktion wird durch die 100 MBit/s doch massiv ausgebremst. Durch ein USB-DVD Laufwerk oder eine Netzwerkinstallation lässt sich dieses Problem aber leicht umgehen.
Die zentrale übersichtliche Management-Oberfläche unterstützt den Administrator bei täglichen Konfigurationsaufgaben. Dabei fällt vor allem die grafische Anzeige des Storage-Layouts positiv auf. Für die Konsolidierung und Virtualisierung von Servern eignet sich das System gut. Der vollständige Support des Systems durch die unterschiedlichen Hersteller von Virtualisierungssoftware sollte in Kürze folgen.
Die Autoren: Nadine Heß (Leiterin Produktmanagement) und Werner Fischer (Experte für Virtualisierung, Linux und neue Technologien) sind für den Server- und Storage-Spezialisten Thomas-Krenn.AG in Freyung tätig.
Bewertung des Intel-Modular-Servers
Pro
• modularer Aufbau
• geringer Verkabelungsaufwand
• Shared-LUN-Funktion
Kontra
• Management-Modul unterstützt nur 100 MBit/s
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