Intels Modular-Server unter der Lupe:
Server, Storage und Netzwerk in einer Box
(Fortsetzung des Artikels von Seite 1)
Ethernet-Switch ist integriert
In der Standardausführung ist der Modular-Server mit einem Ethernet-Switch bestückt. Dieser stellt zehn externe und zwölf interne 1-GBit/s-Ports bereit. Jedes der sechs möglichen Compute-Modules hat zwei Netzwerkschnittstellen auf dem Mainboard – diese beiden Netzwerkschnittstellen sind jeweils mit diesem ersten Ethernet-Switch-Modul verbunden.
Jedes Compute-Module kann zusätzlich mit einer sogenannten Mezzanine-Card ausgestattet werden, die zwei weitere Netzwerkschnittstellen bereitstellt. Über die Midplane sind diese Zusatzschnittstellen mit dem Einschub für den zweiten Ethernet-Switch verbunden.
Sobald also auf zumindest einem Compute-Module mindestens drei Netzwerkschnittstellen erforderlich sind, muss der zweite Ethernet-Switch eingebaut werden. Zum Aufbau eines redundanten Netzwerks ist dies aber ohnedies empfehlenswert. Die Ethernet-Switch-Module unterstützen sowohl VLANs (Virtuelle LANs) als auch Spanning-Tree.
Storage in reichlicher Menge
Der Modular-Server hat 14 Einschübe für SAS-Festplatten. Bestückt der Anwender die Slots mit Disks mit jeweils 146 GByte, ergibt sich eine Gesamtkapazität von 2,044 TByte. Die Harddisks können zu Storage-Pools zusammengefasst werden, in denen dann im nächsten Schritt virtuelle Laufwerke (Virtual-Drives) angelegt werden.
Beim Erstellen eines Virtual-Drives legt der Administrator das RAID-Level fest. Standardmäßig wird ein Virtual-Drive genau einem Compute-Module zugeordnet. Mit der Shared-LUN-Funktion ist es aber zudem möglich, ein Virtual-Drive mehreren Compute-Modules zuzuordnen.
Der User kann ein Virtual-Drive mehreren Compute-Modules des Servers zuordnen.
Bereits die Basisversion des Modular-Servers ist mit einem Storage-Controller-Module (SCM) ausgestattet. Mit dem optionalen zweiten SCM können die Zugriffe von den Compute-Modules auf den Speicher per Multipathing abgesichert werden.
Derzeit wird diese Funktion aber nur von wenigen Betriebssystemen unterstützt. Die RAID-Konfiguration ist übrigens nicht in den SCMs, sondern in einem Flash-Speicher auf der Midplane abgelegt. Eine Snapshot-Funktion befindet sich derzeit noch in Entwicklung.
Die einzelnen Compute-Modules verfügen über keine lokalen Festplatten. Diese sind allerdings auch nicht notwendig. Zusätzlicher Plattenspeicher lässt sich über externe SAS-Ports an die SCMs anschließen. Die Anbindung an Fibre-Channel-Speichersysteme (FC) ist derzeit nicht vorgesehen.
Bestens für Virtualisierung geeignet
Aufgrund seines Aufbaus und seiner Leistungsfähigkeit eignet sich der Modular-Server bestens für Virtualisierung. Die neue Shared-LUN-Funktion schließt hier die letzte Lücke, indem auch Hochverfügbarkeitsfunktionen und das Verschieben von virtuellen Maschinen im laufenden Betrieb möglich sind.
Seit ESX 3.5 Update 3 ermöglicht VMware den Betrieb mit zwei SCMs. Fällt in einer solchen Konfiguration mit VMware das SCM aus, über das der Storage-Zugriff läuft, übernimmt automatisch das verbleibende SCM dessen Funktion. In diesem Fall leitet die Software von VMware die Zugriffe über das zweite Storage-Controller-Modul. Bei einem internen SAS-Link, SAS-Controller-Port oder SAS-Expander-Fehler muss der Pfad-Failover derzeit noch manuell erstellt werden.
VMware plant allerdings, dies künftig per »SCSI-Asymmetric-Logical-Unit-Access« (ALUA) zu automatisieren. Weitere Details dazu und zum aktuellen Zertifizierungs-Status sind in den Release-Notes von ESX 3.5 Update 3 sowie im VMware-Knowledge-Base-Eintrag 1007394 zu finden.
- 1. Seite: Server, Storage und Netzwerk in einer Box
- 2. Seite: Server, Storage und Netzwerk in einer Box (Fortsetzung)
- 3. Seite: Server, Storage und Netzwerk in einer Box (Fortsetzung)
Die Leserkommentare sind für diesen Artikel deaktiviert.
» Tipp der Redaktion
Praxis: Die sechs größten Sicherheitsrisiken bei der Server-Virtualisierung
Das Virtualisieren von Servern ist derzeit ein »Hype«-Thema. Doch bei aller Euphorie, was den Nutzen dieser Technik betrifft, wird oft ein wesentlicher Punkt vergessen: die Sicherheit. Die Beratungsgesellschaft Gartner hat sechs Risiken identifiziert, die bei der Servervirtualisierung lauern.
Vmware-Praxis: Virtuelle Maschine mit fehlerhaftem RedoLog
Schließt eine virtuelle Maschine (VM) auf einem Vmware-Server eine Operation wegen zu wenig Plattenplatz nicht ab, hilft es die Snapshot-Dateien zu löschen. Eventuell bootet die VM danach nicht mehr. Dieses Problem lässt sich ohne Restore beheben.
» Top-Stories der Woche
Oswald P. Zimmermann wird in Europäischen Wirtschaftssenat berufen
Der Vorstandsvorsitzender des Technologieanbieters Datango, Oswald P. Zimmermann, wird am 23. März in den Europäischen Wirtschaftssenat berufen. In dem Gremium soll Zimmermann die Belange der Unternehmer in den Bereichen E-Learning, Prozess-Automation und -Navigation auf europäischer Ebene voranbringen.
Google will China den Rücken kehren
Nach Informationen von Insidern wird Google seine Aktivitäten in China einstellen. Der Betreiber der weltweit führenden Suchmaschine reagiert damit auf die harte Linie der chinesischen Regierung, die weiterhin auf einer Zensur von Suchresultaten besteht.
» Meistgelesene News
Es geht doch: Windows 7 RC auf Vollversion updaten
Eigentlich muss der Nutzer beim Wechsel vom Release-Candidate zur finalen Version eine Neuinstallation vornehmen. Aber es gibt einen Trick von Microsoft, damit ein Upgrade doch funktioniert. Network Computing hat es ausprobiert.
Kaspersky Lab: Internet-Wurm Koobface startet Großangriff
Auf Nutzer des sozialen Netzwerks Facebook rollte eine neue Angriffswelle zu. Die IT-Sicherheitsfirma Kaspersky Lab hat innerhalb der letzten Tage eine Verdoppelung der Zahl der Command-and-Control-Server des Wurms »Koobface« registriert. Laut Kaspersky lassen sich Attacken mithilfe einfacher Vorsichtsmaßnahmen abwehren.
» Preisvergleich Top 5
» Network-Computing-Tests
Zwei Netbooks im Praxistest
Spielzeug oder Arbeitswerkzeug? Das Asus EeePC 901 und Samsungs NC 10 im Büroalltag
Universal Desktops von Igel
Die neue Thin-Client-Familie von Igel macht IT einfach.
Test: Paessler siegt im Streit der Network-Monitoring-Produkte
Mit einer Empfehlung der NWC-Redaktion kann sich Paesslers PRTG Network Monitor 7.2 schmücken. Die Netzwerk-Monitoring-Software distanzierte drei Konkurrenten.
- Network Computing Whitepaper-Center. Jetzt aktuelle Whitepaper und CaseStudies herunterladen!
- Hier finden Sie Software zum Thema Navision