Web-Interface statt Kommandozeile:
Fluke macht Ciscos Performance-Routing-Technologie bedienbar
Mit dem grafischen Web-Interface »PfR Manager« für Ciscos WAN-Optimierungs-Technologie PfR (Performance-Routing) lässt sich diese leichter einstellen als über die Kommandozeile. Außerdem liefert die Software Reports.
Für Unternehmen mit mehreren WAN-Links hat Cisco die Performance-Routing-Technologie (PfR) entwickelt und in ihr Betriebssystem IOS integriert. Dort steht dem Anwender eine Kommandozeile zur Verfügung, um PfR zu konfigurieren. Um diesen nicht so komfortablen Weg zu vermeiden, hat Fluke Networks ein grafische Nutzungsoberfläche namens PfR-Manager entwickelt. Die Software läuft unter Windows-Server-2003 oder Linux und hat ein Web-Interface.
Ciscos Command-Line-Interface (links) im Vergleich mit dem »PfR Manager« (Performance-Routing) von Fluke Networks (rechts)
Zunächst lassen sich mit dem PfR-Manager Verkehrsklassen wie VoIP, Web oder zentrale Business-Applikationen definieren. Passives Monitoring wertet nun die Daten aus, die es per Ciscos »NetFlow« erhält. Über »IPSLA« (IP-Service-Level-Agreements) erfolgt aktives Monitoring, das künstlichen IP-Verkehr erzeugt und dessen Performance misst.
Über den PfR-Manager definiert der Administrator nun Threshold- oder Sicherheits-Policies. Ein Beispiel für ersteres ist, dass für VoIP der Sprachqualitätswert MOS (Mean-Opinion-Score) nicht unter 3,7 fallen soll. Über Sicherheitsregeln lässt sich festlegen, dass bekannter, schädlicher Verkehr einfach verworfen wird. Im Beobachtungsmodus ändert der PfR-Manager keine Routing-Einstellungen. Über Reports sieht der IT-Verwalter entweder aktuell oder über einen zeitlichen Verlauf hinweg, welche Regeln erfüllt sind. Filter erlauben eine spezielle Auswertung. Die Software benötigt wenigstens einen Cisco-Border-Router mit PfR und einen Master-Controller im Netzwerk.
PfR dient dazu bei mehreren WAN-Verbindungen, die jeweils beste Route auszuwählen. Die Technologie hilft, den Netzwerkverkehr von Kriterien wie möglichst wenig Kosten oder möglichst guter Performance zu steuern. Fällt ein WAN-Link aus, merkt dies PfR und leitet entsprechend um. PfR misst verschiedene Performance-Werte wie Verzögerung, Paket-Verlust, Jitter oder MOS.
Die Leserkommentare sind für diesen Artikel deaktiviert.
» Tipp der Redaktion
Praxis: Die sechs größten Sicherheitsrisiken bei der Server-Virtualisierung
Das Virtualisieren von Servern ist derzeit ein »Hype«-Thema. Doch bei aller Euphorie, was den Nutzen dieser Technik betrifft, wird oft ein wesentlicher Punkt vergessen: die Sicherheit. Die Beratungsgesellschaft Gartner hat sechs Risiken identifiziert, die bei der Servervirtualisierung lauern.
Vmware-Praxis: Virtuelle Maschine mit fehlerhaftem RedoLog
Schließt eine virtuelle Maschine (VM) auf einem Vmware-Server eine Operation wegen zu wenig Plattenplatz nicht ab, hilft es die Snapshot-Dateien zu löschen. Eventuell bootet die VM danach nicht mehr. Dieses Problem lässt sich ohne Restore beheben.
» Top-Stories der Woche
Anforderungen an IT-Architekturen der Zukunft
In einer aktuellen Diskussionsrunde über die Transformation der IT waren sich Experten von Unternehmen wie SAP, Layer 7 Technologies und iTKO und Anwender einig: zukunftssichere IT-Architekturen müssen trendunabhängig konzipiert werden und eine Standardisierung und Wiederverwendbarkeit von Software-Komponenten ermöglichen.
Microsoft mit neuem Volumenlizenz-Modell
Nachdem das bisherige Volumenlizenzprogramm »Select« nächstes Jahr ausläuft, hat Microsoft jetzt den Nachfolger vorgestellt. »Select Plus« soll den Unternehmenskunden neben vereinfachtem Software Asset Management, auch automatische Rabattierungen und eine verbesserte Software Assurance bieten.
» Meistgelesene News
Praxis: Die sechs größten Sicherheitsrisiken bei der Server-Virtualisierung
Das Virtualisieren von Servern ist derzeit ein »Hype«-Thema. Doch bei aller Euphorie, was den Nutzen dieser Technik betrifft, wird oft ein wesentlicher Punkt vergessen: die Sicherheit. Die Beratungsgesellschaft Gartner hat sechs Risiken identifiziert, die bei der Servervirtualisierung lauern.
Es geht doch: Windows 7 RC auf Vollversion updaten
Eigentlich muss der Nutzer beim Wechsel vom Release-Candidate zur finalen Version eine Neuinstallation vornehmen. Aber es gibt einen Trick von Microsoft, damit ein Upgrade doch funktioniert. Network Computing hat es ausprobiert.
» Preisvergleich Top 5
» Network-Computing-Tests
Zwei Netbooks im Praxistest
Spielzeug oder Arbeitswerkzeug? Das Asus EeePC 901 und Samsungs NC 10 im Büroalltag
Universal Desktops von Igel
Die neue Thin-Client-Familie von Igel macht IT einfach.
Test: Paessler siegt im Streit der Network-Monitoring-Produkte
Mit einer Empfehlung der NWC-Redaktion kann sich Paesslers PRTG Network Monitor 7.2 schmücken. Die Netzwerk-Monitoring-Software distanzierte drei Konkurrenten.
- Network Computing Whitepaper-Center. Jetzt aktuelle Whitepaper und CaseStudies herunterladen!
- Hier finden Sie Software zum Thema Terminplaner