Zwischen Hype und Notwendigkeit:
Thema der Woche: Green-IT, Teil 1
Das Thema Green-IT hat mittlerweile seinen Platz bekommen. Aber die Bewertung schwankt zwischen Hype und Notwendigkeit. Dabei muss ein Unternehmen erstmal genau hinschauen, was etwa im Wireless- oder Konvergenz-Bereich passiert.
Die Haltung »Der Strom kommt aus der Steckdose. Das ist alles, was ich wissen muss« funktioniert heute für den ITK-Bereich immer weniger. So sind auch schon in Deutschland Expansionspläne gescheitert, weil der Energieversorger keinen zusätzlichen Strom liefern wollte. Eine Studie der Experton Group von Anfang 2008 ergab, dass neun von zehn IT-Leitern den Energiebedarf ihrer Informationstechnologie nicht kennen.
Network Computing sprach mit den Unternehmen Aruba Networks, Avaya Deutschland, Colubris Networks, Fast Lane, Funkwerk Enterprise Communications, Lancom Systems, Nortel und Siemens Enterprise Communications. Lesen Sie im ersten Teil Aussagen zum Thema Green-IT allgemein. Außerdem gibt es Aussagen von Aruba, Avaya, Colubris, Lancom, Nortel und Siemens Enterprise Communications Hinweise zu Green-IT und Wireless-LAN.
Im zweiten Teil kommen Statements von Aruba, Avaya, Colubris, Lancom, Nortel und Siemens Enterprise Communications zur vergleichenden Studie über den Energieverbrauch von herkömmlichen und IP-TK-Systemen des VAF Bundesverband Telekommunikation.
Green-IT allgemein
Johann-Heinrich Schinke, Vice-President VP Systems-Engineering, Office-of-the-CTO, Siemens Enterprise Communications
Johann-Heinrich Schinke, Vice-President VP Systems-Engineering, Office-of-the-CTO, Siemens Enterprise Communications: Green-IT »ist ein Topthema in der Weltpolitik und in der Volkswirtschaft. Dem müssen wir uns stellen. Dinge wie Video oder One-Number-Services helfen, etwa im Home-Office effizienter zu arbeiten.« Das spare implizit Energie.
Gerald Blöcher, Director Enterprise-Business, Fast Lane
Gerald Blöcher, Director Enterprise-Business, Fast Lane: »Green-IT ist für mich eine Beschreibung dessen, was ohnehin kaufmännisch und technisch notwendig ist beziehungsweise wird.« Laut der IDC Studie »Worldwide Server Power and Cooling Expense 2006-2010 Forecast« betrage für einen neuen Server der Kostenanteil für Energie und Kühlung bereits heute 50 Prozent. Dieser steige auf 70 Prozent im Jahr 2010.
»Früher haben wir für Schulungen das technische Equipment von einem Ort zum anderen gebracht.« Heute erfolge der Zugriff auf das Rechenzentrum von Fast Lane remote über DSL und Internet. »Wir können dort auch einzelne Racks an- und wieder abschalten.«
Axel Simon, Sales-Director D/A/CH, Colubris Networks: Das Thema komme so überraschend wie Weihnachten. Den Leuten falle plötzlich auf, dass es ein Klimaproblem gebe und die IT Strom verbrauche.
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