Der Speicher-Hersteller Network Appliance bleibt bei Umsatz und Gewinn deutlich unter den eigenen Ewartungen. Nach den vorläufigen Zahlen erhöhte sich der Quartalsumsatz nur um 10 Prozent. Net App war von 20 Prozent Zuwachs ausgegangen.

Unzufrieden mit dem ersten Quartal: Dan Warmenhoven, Chief Executive Officer von Net App.
Der Umsatz stieg in diesem Zeitraum »nur« um zehn bis elf Prozent. Das kalifornische Unternehmen meldet somit Erlöse zwischen 684 und 688 Millionen Dollar und verfehlt damit deutlich die eigene Prognose aus dem Mai.
Demnach hätte der Umsatz von April bis Juni gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 20 bis 21 Prozent zulegen sollen, was Einnahmen im Wert von 745 bis 753 Millionen Dollar entsprochen hätte.
Auch beim Gewinn unter den Erwartungen
Auch beim Nettoergebnis bleibt Net App hinter der Prognose zurück: So wird der Gewinn pro Aktie nicht, wie vorhergesagt, zwischen 0,14 und 0,15 Dollar liegen, sondern lediglich zwischen 0,08 und 0,09 Dollar. Die endgültige Quartalsbilanz veröffentlicht der Hardware- und Software-Hersteller am 15. August.
Dan Warmenhoven, CEO von Net App und bekannt für deutliche Worte, versucht gar nicht erst, die Bilanz zu beschönigen: »Wir sind mit den Zahlen des ersten Quartals unzufrieden.« Als Grund für die aus seiner Sicht unerfreulichen Zahlen führt der Unternehmenschef an, dass eine ganze Reihe von Bestandskunden in den USA und Teilen Europas Investitionen in Storage-Lösungen aufgeschoben hätten.
Dass Net App das hohe Tempo der Vergangenheit mit Zuwachsraten von 30 Prozent und mehr nicht würde halten können, kündigte das Unternehmen bereits im Mai bei der Bekanntgabe der Jahresbilanz an. Im Fiskaljahr 2007 lag das Umsatzplus bei 36 Prozent.
Daten zum Markt
Laut Gartner belegte Net App im ersten Quartal im Bereich externe Speichersysteme weltweit den fünften Rang, was den Umsatz betrifft. Das Unternehmen setzte Geräte im Wert von 316 Millionen Dollar ab, ebenso viel wie der Dell.
Beide Firmen kamen auf einen Marktanteil von 7,4 Prozent. Mit 923,8 Millionen Dollar Umsatz (24,5 Prozent Anteil) lag EMC auf Platz eins, gefolgt von IBM (499, 6 Mio. Dollar, 13,2 Prozent) ) und Hewlett-Packard (482,4 Mio. Dollar, 12,8 Prozent).
Hitachi Data Systems erzielten im ersten Quartal einen Umsatz von 366 Millionen Dollar und sicherten sich einen Marktanteil von 9,7 Prozent.
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