Rundum zufrieden sein können die Hersteller von Handys und Smartphones mit den Absatzzahlen im vergangenen Jahr. Laut IDC verkauften sie in Westeuropa fast 186 Millionen Geräte – 9 Prozent mehr als 2005.

IDC-Experte Jean Philippe Bouchard sieht darin die ersten Vorboten einer Beruhigung des Marktes: »Vor allem bei traditionellen Handys war im letzten Quartal nur ein Wachstum von 4 Prozent zu verzeichnen«, so der Senior-Research-Analyst. »Dagegen wurden 29 Prozent mehr Converged-Devices verkauft.«
Unter »Converged-Devices« versteht IDC Geräte, die nicht nur zum Mobiltelefonieren taugen, sondern auch zum Senden und Empfangen von E-Mails oder Abspielen von Videos und Musik-Dateien.
Allerdings machten IDC zufolge Converged-Devices 2006 Jahr gerade einmal 7,5 Prozent aller verkauften Mobiltelefone aus. In diesem Jahr sollen Geräte wie das »Blackberry Pearl« oder »HTC S310« allerdings bereits auf einen Marktanteil von über 8 Prozent kommen.
Trend zum einfachen Handy
In der Rangliste der Top-5-Anbieter gab es 2006 keine Veränderungen. Nokia war mit 35 Prozent der verkauften Mobiltelefone klar die Nummer eins vor Motorola und Samsung mit jeweils 16 Prozent.
Eine eher bedrückende Tatsache ist, dass BenQ Siemens im Vergleich zu 2005 seinen Marktanteil von 2 auf 5 Prozent erhöhen konnte. Die mittlerweile bankrotte Firma setzte im vergangenen Jahr immerhin noch 9,6 Millionen Geräte ab.
Für 2007 erwartet IDC einen harten Preiskampf zwischen den Anbietern und demzufolge schrumpfende Gewinnmargen. Dazu trägt bei, dass die Anbieter ihr Angebot an preisgünstigen Mobiltelefonen ausbauen.
Dies sind Geräte, die in erster Linie für das Telefonieren ausgelegt sind und nicht für das Fotografieren oder Musikhören.
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