Bei Veröffentlichung der Geschäftszahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr ging Microsoft auch auf Windows Vista ein. Demnach wurden bis jetzt 180 Millionen Lizenzen des Betriebssystems abgesetzt.
Seit dem Verkaufsstart im Januar 2007 gingen laut Microsoft weltweit 180 Millionen Windows-Vista-Lizenzen an private und Geschäftsanwender. Dazu, auf wie vielen PCs das Betriebssystem tatsächlich aktiv ist, gibt es jedoch keine verlässlichen Zahlen.

Microsoft hat seit dem Verkaufsstart vor 18 Monaten nach eigenen Angaben rund 180 Millionen Windows-Vista-Lizenzen verkauft.
Da Vista vor allem bei Geschäftskunden nach wie vor nicht sonderlich beliebt ist, dürfte die Zahl der Vista-Rechner deutlich unter der 180-Millionen-Grenze liegen. Zwar werden mittlerweile die meisten PCs mit einem Vista-Paket ausgeliefert.
Aber etliche Hersteller, darunter Dell und Hewlett-Packard, legen den Systemen eine Windows-XP-DVD bei, mit deren Hilfe Anwender den Rechner »downgraden« können. Hinzu kommt, dass Kunden bei Ersatzbeschaffungen für veraltete XP-Maschinen häufig das bereits vorhandene Betriebssystem auf den neuen Rechner »herüber ziehen«.
Hoffnungen, dass Windows 7, das 2010 kommen soll, weniger Ressourcen benötigt als Vista, dürfen sich Anwender kaum machen. Microsoft selbst betonte mehrfach, dass Windows 7 auf demselben Kernel wie Vista aufsetzen wird. Man arbeitet allerdings daran, die Performance von Windows 7 zu steigern.
Client-Software macht 28 Prozent des Umsatzes aus
Noch ein Blick auf Microsofts Geschäftszahlen für das Fiskaljahr, das am 30. Juni 2008 zu Ende ging. Demnach stieg 2008 der Umsatz des Bereichs Clients von 14,976 auf 16,865 Milliarden Dollar. Das entspricht an die 28 Prozent des gesamten Umsatzes. Dies habe vorwiegend an den Verkäufen von Windows Vista gelegen, so der Hersteller.
Allerdings profitierte Microsoft auch von der starken Nachfrage nach PCs. Laut IDC wurden im letzten Quartal 2007 weltweit rund 72 Millionen Geräte verkauft, 17 Prozent mehr als im Vorjahr. In Europa (EMEA) stieg der Absatz sogar um 23,5 Prozent.
Zum Vergleich: Im zweiten Quartal des laufenden Jahres stieg laut Gartner der weltweite Verkauf von PCs um 16 Prozent (71,86 Millionen Geräte). IDC meldet um 15,3 Prozent höhere Verkaufszahlen (70,64 Millionen Systeme).
Im gesamten Geschäftsjahr 2008 kam Microsoft auf 60,42 Milliarden Dollar Umsatz, 18 Prozent mehr als im Vorjahr. Das operative Ergebnis betrug 22,49 Milliarden Dollar und entsprach damit knapp den Erwartungen der Analysten.
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