Statt einer kompletten Übernahme hat Microsoft dem Internet- und Suchmaschinen-Spezialisten Yahoo nun eine Alternative vorgeschlagen. Im Gespräch ist ein Joint-Venture.
Der Druck, den der Investor Carl Icahn auf das Management von Yahoo ausübt, zeigt offenkundig Wirkung. Microsoft, dessen Übernahmeangebot von Yahoo abgelehnt wurde, ist nach eigenen Angaben wieder in Verhandlungen mit dem Internet-Unternehmen.

Weiter im Belagerungszustand: das Firmenhaupt-
quartier von Yahoo.
Wie die Nachrichtenagentur Reuters meldet, steht allerdings eine andere Form der Zusammenarbeit zur Diskussion. Demnach hat Microsoft eine Kooperation oder den Aufbau eines Joint-Ventures vorgeschlagen. Der Schwerpunkt soll auf der Vermarktung von Online-Anzeigen liegen.
Parallel dazu verhandelt Yahoo auch mit dem Branchenführer Google über eine ähnliche Partnerschaft. Suchanfragen, die über Yahoo gestartet werden, sollen mit Anzeigen von Google »unterfüttert« werden.
Icahn setzt auf Angriff
Carl Icahn hat mittlerweile 59 Millionen Aktien von Yahoo gekauft. In seiner Funktion als Großaktionär hat der Investor mittlerweile angekündigt, das Board von Yahoo auszuhebeln. Die Begründung: Durch das Ausschlagen der Offerte von Microsoft in Höhe von 47,5 Milliarden Dollar habe die Unternehmensführung gegen die Interessen der Anteilseigner gehandelt.
Bei seinem Vorstoß wird Icahn nach eigenen Angaben von anderen Aktionären unterstützt, darunter dem Hedge-Fond Paulson & Co, der 3,4 Prozent der Anteile von Yahoo hält.
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