Einige Schwergewichte aus der Mobilkommunikation haben die »Linux Mobile Foundation«, kurz »Limo« gegründet. Sie soll die Entwicklung von Open-Source-Software für mobile Geräte fördern.

Die Limo will eine Software-Plattform auf Basis von Linux für mobile Geräte entwickeln. Die Mitglieder erhoffen sich von der Zusammenarbeit niedrigere Entwicklungskosten und eine schnellere Markteinführung entsprechender Produkte.
Bereits im Juni vergangenen Jahres hatten die Firmen angekündigt, eine solche Organisation zu gründen. Die Fachmesse »3GSM World Congress«, die Mitte Februar in Barcelona stattfindet, will die Stiftung dazu nutzen, um weitere Mitglieder zu werben.
Neben einer Software-Architektur und Application-Programming-Interfaces (APIs) wollen die Mitglieder der Organisation Referenz-Implementierungen erarbeiten. Außerdem sind Spezifikationen für die Integration von Programmen von Drittanbietern in Planung.
Mobiltelefone unter Linux
Zu den Handys und Smartphones, die bereits unter Linux laufen, gehört einige Modelle von Motorola, etwa der Reihe »Rokr«. NECs »N902iX« wurde speziell für den japanischen Markt konzipiert. Auch Panasonic hat einige Modelle entwickelt, die in Asien vermarktet werden.
Gleiches gilt für Samsungs »SGH-i858« und das »SCH-i819«. Beide hat das koreanische Unternehmen primär für China vorgesehen.
Weitere Anbieter von Linux-Handys sind Trolltech mit dem »Qtopia Green Phone« und D-Link. Diese Firma will im ersten Quartal dieses Jahres das »V-Click« auf den Markt bringen, ein kombiniertes WLAN- und GSM-Telefon.
Dagegen hält sich Markführer Nokia begreiflicherweise in Sachen Linux zurück. Die Finnen favorisieren das Betriebssystem »Symbian«.
Nur das »Internet Tablet N800« verwendet Linux. Dieses Gerät ist allerdings kein Mobiltelefon, sondern ein mobiler Kleinrechner mit WLAN-Karte, Bluetooth und einer Voice-over-IP-Funktion.
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