Mit der »Virtual Tape Library« von FalconStor stellt der Administrator vollständige Bibliotheken mit Laufwerken und Bändern bereit. Network Computing hat sich die Version 5 im Labor angeschaut.
Im Rahmen der vielen aktuell laufenden Storage- und Backup-Tests hat Network Computing eine Virtual-Tape-Library (VTL) im Labor installiert. Die VTL von Falconstor setzt in der Version 5 auf einen handelsüblichen x86-64-Server mit Redhat-Enterprise-Linux oder Cent-OS in der Version 4.2 64-Bit auf. Kernel-Patches oder -Updates möchte die VTL-Software allerdings nicht sehen, da die Treiber und Module der Software auf die Systemversion 4.2 abgestimmt sind.

Die Console der Virtual-Tape-Library von FalconStor
Falconstors VTL generiert komplette Bibliotheken mit Laufwerken und Bändern. Diese stellt sie den angebundenen Server über Fibre-Channel oder Iscsi zur Verfügung. Das System kann dabei verschiedene Medienwechsler und Laufwerkstypen so emulieren, dass die angebundenen Backup-Anwendungen keinen Unterschied zum physischen Original feststellen. Für Applikationen, die einzelne Laufwerke, aber keine Bibliotheken unterstützen, kann Falconstor auch einzelne Drives bereitstellen.
Die VTL beherbergt ein »Vault«. Hier kann der Verwalter virtuelle Bänder ablegen. Diese lassen sich dort archivieren oder in andere virtuelle Laufwerke beziehungsweise Bibliotheken verschieben. So kann ein Server sein Backup auf ein virtuelles Band schreiben. Später kümmert sich dann eine andere Maschine darum, die Daten auf ein echtes Laufwerk auszulagern.
Die virtuellen Streamer können komprimieren. Da sie das besser als physische Geräte machen, muss der Verwalter die Größe der VTL-Bänder kleiner als bei den physischen ansetzen. Damit lassen sich virtuelle Tapes später komplett auf physische auslagern. Optional offeriert Falconstor eine Deduplikations-Option mit der VTL-S-Variante. Virtuelle Tapes belegen nicht sofort den vollen Speicher auf Platte. Sie arbeiten mit Thin-Provisioning.
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