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29.09.2006

Wireless USB:
Zertifizierung von Wireless-USB-Produkten startet

von Bernd Reder

Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit hat das »USB Implementers Forum« (USB-IF) bekannt gegeben, dass ab sofort Interoperabilitätstests von »Wireless-USB«-Komponenten beginnen können. Diese Funktechnik erlaubt Datenraten von bis 480 MBit/s über kurze Distanzen.

Die Arbeiten an einer Test-Suite für Wireless-USB-Geräte (WUSB) hat die Herstellervereinigung USB Implementers Forum abgeschlossen. Damit können die Hersteller solcher Komponenten nun prüfen, ob ihre Produkte mit denen anderer Anbieter zusammenarbeiten, sprich interoperabel sind.

Wireless-USB verwendet die Ultrawide-Band-Funktechnik (UWB) im Frequenzbereich zwischen 3,1 und 10,6 GHz. Daten lassen sich mit WUSB mit bis zu 480 MBit/s übertragen. Die Reichweite beträgt in diesem Fall drei Meter. Bei einer Entfernung von zehn Metern liegt sie bei 110 MBit/s.

An einen WUSB-Host lassen sich bis zu 127 Geräte anschließen. Dies können Speichersticks und Digitalkameras sein, aber auch Multimedia-Player, Drucker und Beamer. Wireless-USB wird deshalb als potenzieller Nachfolger von Bluetooth gehandelt.

Erste Digitalkameras und Handys mit WUSB sollen in den USA noch in diesem Jahr auf den Markt kommen, rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft. Computer mit WUSB-Schnittstelle folgen voraussichtlich Anfang 2007. Gestern gab Intel auf dem »Intel Developer Forum Fall 2006« bekannt, dass mit dem »Wireless UWB Link 1480 MAC« ein Media-Access-Controller für UWB zur Verfügung steht, inklusive entsprechender Referenzdesigns.

In Deutschland prüft gegenwärtig die Bundesnetzagentur, welche Frequenzen im Bereich 3,1 bis 10,6 GHz für Ultra-Wideband freigegeben werden können. Im Frequenznutzungsplan ist zu sehen, dass dieses Spektrum rege genutzt wird, unter anderem von der Bundeswehr, Amateurfunkern, der Radioastronomie und dem Satellitenfunk. Bis Jahresende will die Agentur allerdings eine Lösung finden.

Weitere Informationen unter

USB Implementers Forum

Einführung in UWB von Intel

Frequenznutzungsplan der Bundesnetzagentur

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