Network Computing

Geschäft, IT und Organisation an einem Strang

ITIL: Die Evolution steht noch aus  

Von: Uwe Scariot

Die IT soll dem Geschäft dienen. Genau das macht aber vielen Unternehmen in der praktischen Umsetzung Probleme. Dabei geht es nicht nur darum, Geschäft und IT für Business-IT-Alignment in Einklang zu bringen. Auch die IT-Organisation und das Personal müssen für Business-IT-Integration an einem Strang ziehen.

Der Status quo in vielen Betrieben ist ernüchternd. Statt einer übergreifenden IT-Abteilung sind meist getrennte Verantwortungsbereiche für Netzwerk, Telekommunikation und Anwendungen an der Tagesordnung. Diese Gewaltenteilung ist besonders schmerzlich, weil die Optimierung der Geschäftsprozesse eine ganzheitliche Sichtweise der IT-Infrastruktur abverlangt.

 

Das gilt sowohl für die Projektierung als auch für den Betrieb des Geschäftssystems. Nur wenn die IT-Infrastruktur gesamtheitlich geplant, realisiert und betrieben wird, werden die IT-Services die anvisierten Geschäftsprozesse Ende-zu-Ende optimal stützen. Und nur dann erfüllt eine flexible und wirtschaftliche Zuweisung von IT-Ressourcen und -Services die Veränderungen an den Geschäftsprozessen.

 

Verantwortung für Technologien bündeln

 

Das alles lässt sich allerdings nur dann zielgenau und reibungslos umsetzen, wenn die gesamte Technologieverantwortung in einer Abteilung liegt. Bei einer weiterhin geteilten IT-Organisation müssen die verschiedenen Bereiche nahtlos harmonieren. Die generelle Aufgabe steht fest: Die komplette IT-Organisation muss als Service-orientierter Dienstleister fungieren.

 

Sie muss die Services nach Bedarf dynamisch zuweisen und den Service-Verbrauch den Kostenstellen in Rechnung stellen. Denn auch die IT-Organisation muss, wie andere Abteilungen auch, ihre Kosten und Erträge belegen.

 

Für beides, eine geschäftsorientierte Aufstellung der IT wie deren Organisation, leistet die Best-Practice-Sammlung Itil (IT-Infrastructure-Library) hervorragende Dienste. Das Anforderungsprofil, das es mit Hilfe von Itil umzusetzen gilt, ist zweigestaffelt: Business-IT-Alignment und Business-IT-Integration. Bei Ersterem liegt der Fokus der IT-Organisation auf der Reaktion auf unternehmerische Ziele. Das liegt daran, dass Business-IT-Alignment in erster Linie von der IT getrieben ist.

 

Die vorrangige Aufgabe der IT-Organisation ist, gemäß Itil die Services zuverlässig, nachvollziehbar und transparent bereitzustellen. Sie wiederum müssen sich am konkreten Bedarf der einzelnen Fachabteilungen orientieren. Für Business-IT-Integration muss die IT-Organisation mehr tun: Sie muss den aktiven Part eines integral handelnden Dienstleisters für das Unternehmen übernehmen.

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