Der Storage-Spezialist N-Tec hat die iSCSI-Speichersysteme der Reihe »V-Switch« von Sanrad in sein Programm aufgenommen.
Die Geräte der Reihe V-Switch (Virtualisierungs-Switch) von Sanrad bieten Funktionen wie Virtualisierung, Mirroring und das Erstellen von Snapshots. Nach Angaben von N-Tec lassen sich die Switches zusammen mit so gut wie allen Speichersystemen und Virtualisierungslösungen einsetzen, darunter Vmware Infrastructure 3.

Der Kleinste von Sanrad: der V-Switch 2000.
Sanrad spricht vor allem kleine und mittelständische Firmen an, die eine preisgünstige Storage-Lösung suchen, sprich eine ohne teure Fibre-Channel-Anbindung der Server. Eine redundante iSCSI-Infrastruktur ist laut N-Tec um bis zu 50 Prozent preiswerter als ein Pendant auf Basis von Fibre Channel.
Ein V-Switch besitzt zwei oder drei iSCSI-Gigabit-Ethernet-Ports zur Serverseite hin sowie zwischen zwei und acht Fibre-Channel-Schnittstellen. An diese werden die Storage-Systeme »gehängt«.
Routing und Virtualisierung in Hardware gegossen
Als bisher einziger Hersteller in dieser Leistungsklasse hat Sanrad nach eigenen Angaben seine Storage-Services in Hardware implementiert. Die Konfiguration zusätzlicher Server für den Betrieb einer Storage-Management-Software, wie bei den Virtualisierungs-Appliances von Falconstor, Datacore und anderen, ist laut Sanrad nicht erforderlich.
»Es ist ein großer Vorteil, dass die Intelligenz des Storage-Managements vollständig auf den Switch übergeht. Das erleichtert die Administration«, erläutert Sven Meyerhofer, Geschäftsführer der N-Tec GmbH.
Der Storage-Pool kann sich aus beliebigen RAID-Systemen zusammensetzen. Das erleichtert das Aufrüsten, speziell dann, wenn ältere Systeme im Einsatz sind.
Virtualisierung und Snapshots inklusive
Die V-Switches erlauben Virtualisierung, synchrones Spiegeln zwischen beliebigen Speichersystemen sowie Snapshots. Hochverfügbarkeit lässt sich mithilfe von Clustering sicherstellen. Zusätzlich ist das Replizieren von Datenbeständen möglich.

Struktur eines Netzes mit V-Switches
Mit der Virtualisierungsfunktion werden alle physikalischen Storage-Ressourcen in einem Pool zusammengefasst und in logische Volumes aufgeteilt. Dabei bietet Sanrad die Option, diese Volumes aus Stripe-Sets zusammenzusetzen. Diese lassen sich nach Bedarf bestimmten Anwendungen oder Nutzergruppen zuteilen.
Ohne Aufpreis ist die Snapshot-Funktion zu haben. Durch den mitgelieferten Microsoft »VSS Hardware Provider« lassen sich Backups automatisieren und im laufenden Betrieb durchführen.
Schutz vor Komplettausfall von Systemen
Eine Besonderheit des Sanrad-Switches ist eine IP-Replikation, genannt »Global Disaster Recovery«. Sie lässt sich mithilfe von Regeln (Policies) steuern.
Zwei Standorte werden über eine IP-Verbindung miteinander gekoppelt. Die vom ersten V-Switch mittels Snapshot erstellten Daten werden zum zweiten V-Switch übertragen (repliziert). Dadurch kann nach einem Komplettausfall von Storage-Systemen im Ausweichstandort auf den letzten übertragenen Datenbestand zugegriffen werden.
Die Switches V2000, V3400 und V3800 sind ab sofort über N-TEC erhältlich. Die Preise beginnen bei rund 9900 Euro (zuzüglich Mehrwertsteuer) für die kleinste Version der Storage-Management-Lösung. Lizenzkosten fallen nicht an.
Technische Details zu den Sanrad-Systemen sind auf dieser Web-Seite von N-Tec zu finden.
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