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Intel bringt Centrino-2-Chips später als geplant  

Von: Bernd Reder

Mitte Juli, und nicht wie geplant im Juni, wird Intel seine neuen »Centrino-2«-Mobilprozessoren vorstellen. Die komplette Plattform für mobile Rechner wird erst Anfang August zur Verfügung stehen.

Für Intel sind Verzögerungen, wie sie bei Centrino 2 auftreten, ungewöhnlich. Der Hersteller wollte die Plattform, also Prozessoren und Chipsets, eigentlich auf der IT-Messe Computex in Taiwan vorstellen. Diese findet vom 3. bis zum 7. Juni statt.

 

Die neue Planung sieht vor, dass die Prozessoren und Grafik-Chips, die unter dem Codenamen »Montevina« entwickelt wurden, am 14. Juli präsentiert werden. Das Chipset Intel Express 4 und der Wireless-LAN-Baustein sollen dagegen etwa vierzehn Tage später herauskommen. Der Grund seien technische Probleme.

 


Der Nachfolger des Centrino-Chipsets
von Intel kommt mit Verspätung.

Angeblich muss Intel die Antenne austauschen, die für die Übermittlung von Daten über WLAN zuständig ist. Ein Bestandteil von Centrino 2 ist - neben separaten Modulen für Wireless-LANs und die Funktechnik Wimax - ein PCI-Express-Adapter, der sowohl WLAN als auch Wimax unterstützt. Es handelt sich um den ersten Baustein dieser Art, der weltweit entwickelt wurde.

 

Strom sparende Prozessoren

 

Die Centrino-2-Prozessoren werden mithilfe eines 45-Nanomenter-Prozesses gefertigt und stehen in Versionen von 2,26 bis 3 GHz zur Verfügung. Die Leistungsaufnahme beträgt 25 bis 29 Watt, also 5 bis 9 Watt weniger als die derzeit verfügbaren Centrino-CPUs.

 

Auch das Series-4-Express-Chipset weist einige Neuerungen auf, etwa Support für HDCP (High-Bandwidth Digital Content Protection) und DDR3-Speicherbausteine.

 

Die Profi-Version von Montevina mit dem Namen Centrino 2 vPro ist ebenfalls im August zu erwarten. Diese Plattform ermöglicht ein Out-of-the-Band-Management von mobilen Rechnern, ähnlich wie bei Desktop-Rechnern mit vPro-Chipsets.

 

Mit vPro spricht Intel vor allem Firmenkunden an, die mithilfe der Technik das Systemmanagement von Client-Rechnern vereinfachen möchten. Ein weiterer Adressat von vPro sind Systemhäuser und Anbieter von Managed-Services. Sie können mittels vPro im Auftrag von Kunden die Fernwartung von Endgeräten übernehmen.

 

Abzuwarten bleibt, ob AMD daraus Kapital schlagen kann, dass Intels Centrino-2-Plattform mit Verspätung auf dem Markt erscheint. AMDs Centrino-Pendant namens Puma für mobile Rechner soll auf der Computex ihr Debüt feiern.

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