Neue Formen der Kommunikation, und damit neue Anbieter wie Google und Skype schnappen traditionellen Carriern Marktanteile weg. Das prognostiziert die Beratungsfirma Analysys.
Das britische Consulting-Unternehmen geht beispielsweise davon aus, dass Voice-over-IP-Dienste wie Skype im Jahr 2011 weltweit einen Umsatz von mehr als 18 Milliarden Dollar machen. Das entspricht etwa 5,4 Prozent der Einnahmen bei leitungsgestützter Telefonie.
Deutlich geringer ist der Umsatz, den Analysys bei Diensten erwartet, die Videos auf Anfrage online zur Verfügung stellen (Video-on-Demand). Hier erwarten die Fachleute 2011 einen Umsatz von weltweit 820 Millionen Dollar.
Für einen »Hoffnungsträger« der Telekommunikationsbranche ist das ein ernüchternder Wert. Denn Anbieter wie die Deutsche Telekom (»T-Home«) haben große Erwartungen, was das Verbreiten von TV-Programmen und Spielfilmen über das Internet betrifft.
Doch drohen Online-Videoportale wie die Google-Tochter Youtube den Carriern einen Strich durch die Rechnung zu machen.
Wenig Hoffnung macht Analysys auch Mobilfunk-Carriern, die auf einen Geldregen durch das Herunterladen von Liedern auf Musik-Handys hoffen.
Etablierte Online-Anbieter würden den Angriff der Mobilfunker abwehren und 2011 etwa 60 Prozent des weltweiten Umsatzes mit Musik-Downloads machen. Die Markforscher taxieren diesen Markt auf etwa 4,3 Milliarden Dollar.
Dazu eine Vergleichzahl des IT- und Telekommunikationsverbandes Bitkom: In Deutschland wurden im vergangenen Jahr Musikdateien im Wert von 48 Millionen Euro aus dem Internet heruntergeladen. Für 2007 erwartet der Verband einen Umsatz von 60 Millionen Euro.
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