Network Computing

Internet-Suche

Google plant Internet-Suche mittels Sprachkommandos  

Von: Bernd Reder

Google hat in den USA ein Verfahren zum Patent angemeldet, das die Suche nach Begriffen mithilfe von Sprachinformationen ermöglicht.


Ein Teil des Dokuments beschäftigt sich mit Details zu Spracherkennungstechniken.

 

Interessanter sind dagegen Passagen, in denen von den Geräten die Rede ist, die als Clients einer sprachgesteuerten Internet- oder Desktop-Suche dienen. Dort ist die Rede von Mobiltelefonen, PDAs und Notebooks, aber auch stationären PCs und Mainframes.

 

Einer der Autoren der Patentschrift ist Sergey Brin, einer der beiden Gründer von Google. Dies unterstreicht die Bedeutung, welche das Unternehmen der darin beschriebenen Technik beimisst.

 

Stephen Arnold, ein Experte für Suchmaschinentechnik und Autor eines Buches über Google, ist der Auffassung, dass das Unternehmen durchaus in der Lage ist, sprachgesteuerte Suchfunktionen zu entwickeln.

 

Die Grundlage dafür bilden die Rechenzentren von Google. Diese zu kopieren, sei für Konkurrenten kaum machbar.

 

Arnold vermutet, dass Google die Sprach-Suchfunktion als Web-gestützten Service anbietet. Dadurch sei sie von jedem Gerät aus zugänglich, das über ein Mikrofon und eine Internet-Zugang verfüge.

 

Weitere Anwendungen sieht der Fachmann in der Konvertierung von Sprachdaten in E-Mails und umgekehrt sowie im Übersetzen von Informationen in andere Sprachen, und das in Echtzeit.

 

In der vergangenen Woche startete Google mit »Voice Local Search« einen Dienst, der in diese Richtung weist. Der Service befindet sich im Betatest-Stadium.

 

Mit Voice-Local-Search können Nutzer Geschäfte oder Restaurants in der Nähe orten, indem sie Begriffe wie beispielsweise »Pizza« oder »McDonalds« eingeben.

 

Laut Arnold ist dieser telefonische Auskunftsdienst nur der erste Schritt Google zu einer umfassenden sprachgesteuerten Suche.

 

So könnte sich der Dienst mit Google Maps kombinieren lassen, um dem Nutzer auf dem Display seines Mobiltelefons zusätzlich den Standort des gesuchten Restaurants anzuzeigen.

 

Vergleichbare Angebote von Yahoo oder Microsoft schätzt Arnold als nützlich ein. Diese Dienste ließen sich jedoch bei weitem noch so erweitern wie der von Google.

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