Suchmaschinen-Spezialist Google steht angeblich kurz davor, ein Mobiltelefon unter eigenem Namen herauszubringen.

Bald auch eine Version für Google? HTCs Smartphone Qtek 8500.
In britischen und amerikanischen Medien wie dem »Observer« oder »Unstrung.com« wird derzeit kräftig darüber spekuliert, dass das Unternehmen kurz davor steht, ein eigenes Mobiltelefon herauszubringen.
Angeblich wurde eine Delegation des französischen Mobilfunk-Carriers Orange, einer Tochter von France Télécom, im Hauptquartier von Google in Mountain View (Kalifornien) gesichtet. Vertreter beider Unternehmen sollen dort über ein Joint-Venture im Bereich Mobiltelefonie gesprochen haben. Sprecher beider Firmen wiesen diese Vermutungen allerdings weit von sich.
Nicht von der Hand zu weisen ist jedoch, dass ein Einstieg von Google in den Bereich Mobile Communications sehr wohl Sinn macht. Der Trend geht klar in Richtung mobile Dienste.
Gefördert wird er durch fallende Mobilfunkgebühren und neue Übertragungstechniken wie HSPA (High-Speed Packet Access) mit Übertragungsraten von bis zu 14 MBit/s.
Die Frage ist nur, ob sich Google auf das Risiko einlassen möchte, sein angestammtes Feld zu erweitern und sich zusätzlich im Mobilfunkgeschäft zu etablieren. Dies würde in Europa nur über Partnerschaften mit Firmen wie T-Mobile, Vodafone, Orange oder Telefonica funktionieren.
Als Hersteller eines »Google Phone« kommt in erster Linie HTC in Frage. Die taiwanesische Firma hat Erfahrung als Auftragsfertiger von Smartphones und PDAs.
So hat sie die Windows-Mobile-Geräte der Reihe »VPA« (Vodafone) oder »MDA« (T-Mobile) entwickelt. Inzwischen vermarktet HTC seine Geräte seit einigen Monaten auch in Eigenregie, unter den Namen »Qtek« und »HTC«.
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