Ein ausgewachsener Streit zwischen IBM und Apple scheint sich anzubahnen. Es geht um den Wechsel von Mark Papermaster von IBM zu Apple. Dort soll er die Leitung der iPhone- und iPod-Sparte übernehmen.
Mark Papermaster soll bei Apple den iPod-Erfinder Tony Fadell ersetzen. Dieser zog sich von der Position des Vice President der iPod-Division zurück, um mehr Zeit für seine Familie zu haben, so die offizielle Begründung.

Sucht ein neues "Herrchen": Die iPhone-Produktsparte von Apple.
IBM will nun verhindern, dass Papermaster die Rolle von Fadell übernimmt. Die Begründung: Bei seinem Ausscheiden habe der ehemalige Vizepräsident von IBM seinem Arbeitgeber zugesichert, er werde ein Jahr lang nicht für einen Konkurrenten tätig sein.
Offenbar sieht IBM in Apple einen Mitbewerber und klagte daher vor dem Distriktgericht in New York gegen die Anstellung von Papermaster bei Apple. In der ersten Instanz erhielt IBM Recht. Der Manager müsse seine Tätigkeit bei Apple solange ruhen lassen, bis geklärt sei, ob der Job bei Apple gegen Vereinbarungen mit IBM verstoße.
Warum IBM den Rechner- und Handy-Hersteller Apple als Konkurrenten betrachtet, ist auf den ersten Blick nicht klar. Möglichweise stößt IBM die Übernahme von PA Semi Inc. durch Apple sauer auf. Den Hersteller von Strom sparenden Prozessoren auf Basis der Power-PC-Architektur kaufte Apple für rund 278 Millionen Dollar.
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