Die Prognosen lassen hoffen: Der ITK-Markt in Deutschland soll 2008 auf ein Volumen von 150,2 Milliarden Euro anwachsen. Renner sind IT und Konsumelektronik. Die Telekommunikation wird mit einem leichten Minus abschließen.
Wenige Tage vor Beginn der IT-Fachmesse Systems in München hat der ITK-Branchenverband Bitkom (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und Neue Medien) seine Umsatzprognose für 2007 und 2008 abgegeben.
Die ITK-Branche, so Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder, wird 2007 um 1,3 Prozent auf 147,8 Milliarden Euro wachsen. Gut entwickelt sich der IT-Sektor mit einem Plus von 3,5 Prozent auf 72,5 Milliarden Euro. Dabei ragen vor allem IT-Services (plus 4,9 Prozent) und Software (plus 5,8 Prozent) heraus.
Bei Hardware und im Bereich Telekommunikation setzt sich der Preisverfall fort. Deshalb wird das Marktsegment Telekommunikation in diesem Jahr mit 64,8 Milliarden Euro ein Minus von 1,8 Prozent aufweisen. Digitale Consumer Electronics (CE) hingegen soll um 6,7 Prozent auf 10,5 Milliarden Euro zulegen.
Auch 2008 steigende Umsätze erwartet
Für das kommende Jahr prognostiziert der Bitkom weiterhin steigende Umsätze: Die Informationstechnik wird bei einem Plus 3,5 Prozent auf 75 Milliarden Euro kommen, und die Consumer Electronics auf 10,9 Milliarden Euro (plus 4,2 Prozent).

Bei der Telekommunikation hingegen rechnet der Verband mit einem Minus von 0,9 Prozent bei einem Umsatzvolumen von 64,2 Milliarden Euro.
Zu den wachstumsstärksten Bereichen zählen laut Bitkom im kommenden Jahre Software mit plus 5,8 Prozent auf 19 Milliarden Euro (nach 18 Milliarden Euro 2007) und IT-Dienstleistungen mit einem Zuwachs von 4,9 Prozent auf 32 Milliarden Euro.
Absatz von Servern wächst
Anders sieht es im PC-Markt aus: Die Zahl der verkauften Systeme steigt zwar, von 9,8 Millionen in diesem Jahr auf 10,4 Millionen 2008, aber der Preisverfall belastet die Umsatzentwicklung. Im Plus liegt auch der Server-Absatz: Nach 380.000 Stück im vergangenen Jahr und 400.000 Stück 2007 (plus sechs Prozent) steigt die Quote 2008 um 3,3 Prozent auf 410.000 Stück.
Weiterhin belastend wirkt sich in der Telekommunikation der Preisverfall bei Festnetz Sprachdiensten aus. Preiswerte Flatrates, Substitution durch Mobilfunk und Konkurrenz durch Internet- und Kabeltelefonie lassen das Marktvolumen sinken: von 18,8 Milliarden Euro 2006 auf 17,5 Milliarden Euro in diesem Jahr und auf 16,3 Milliarden Euro im kommenden Jahr.
Dagegen wird dem Segment Breitband stabiles Wachstum prognostiziert, von 12,4 Milliarden Euro 2007 auf 13,2 Milliarden Euro im kommenden Jahr.
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