Offenbar wärmt Dell derzeit die Idee wieder auf, verstärkt Desktop-Rechner und Notebooks mit Linux anzubieten. Allerdings beschränkt sich der Hersteller auf zwei Distributionen der Open-Source-Software

So hat Dell drei Systemreihen für den Betrieb unter » Suse Linux Enterprise Desktop 10« freigegeben: die Business-Desktop-Rechner der Reihe »Optiplex«, die Notebooks der »Latitude«-Familie und ebenfalls die »Precision«-Desktops.
Linux-Enthusiasten bekommen jedoch kein vorkonfiguriertes Systems. Vielmehr erhalten sie einen »nackten« Rechner ohne Betriebssystem und müssen Suse-Linux selbst aufspielen.
Dies kommt wiederum nur für Anwender in Frage, die über eine profunde Linux-Expertise verfügen. Vor allem größere Firmen, die sich nicht die Mühe machen wollen, auf zig neuen Rechnern ein Betriebssystem nachzuinstallieren, fallen damit wohl als Kunden aus.
Forderung: Dell-Rechner mit vorinstalliertem Linux
Auf dem Dell-Community-Portal »Ideastorm«, das seit 14 Tagen aktiv ist, sind etliche Beiträge zum Thema Dell und Linux zu finden. In ihnen fordern die Autoren, dass Dell auch Linux als Alternative zu Windows anbieten solle.
Allerdings machen die Postings auch deutlich, dass sich dies für den Hersteller schnell zu einem Desaster entwickeln könnte. Einige Interessenten verlangen Red Hats oder Novell-Suses Distributionen, andere plädieren für Ubuntu oder eine Multi-Boot-Lösung mit Linux und Windows.
Entsprechend zurückhaltend reagiert Dell: Man wolle nicht durch die Bevorzugung einer Distribution Nutzer anderer Linux-Pakete abschrecken. Es werde daher außer Red Hat kein vorinstalliertes Linux auf Dell-Systemen geben.
Das ist nachvollziehbar, denn für das Unternehmen würde es einen erheblichen Aufwand bedeuten, mehrere Linux-Distributionen auf seinen Desktop-Rechnern zu unterstützen.
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