Im Kampf um die Werbeeinnahmen, die das Internet verspricht, hat der US-Medienkonzern CBS nachgelegt. Er übernahm CNET Networks, der unter anderem das IT-Informationsportal ZDNet gehört.
Wie das Wall Street Journal berichtet, zahlt CBS 11,50 Dollar in bar für jede Aktien von CNET Networks. Insgesamt summiert sich der Kaufpreis auf 1,8 Milliarden Dollar.

Das "C" bleibt: CNET wird zu einem Teil von CBS.
In einer Pressemitteilung von CBS heißt es, durch die Übernahme von CNET rücke CBS in den Kreis der zehn größten Internet-Firmen in den USA auf. Pro Monat würden 200 Millionen Unique Users weltweit das Online-Informationsangebot der beiden Unternehmen nutzen. An die 54 Millionen der Zugriffe kommen aus den USA.
Neben ZDNet unterhält CNET Networks unter anderem die Informationsportale Gamespot.com (PC- und Konsolenspiele), Techrepublic.com (IT und Netzwerke), MP3.com (Musik) sowie News.com (IT-Informationen). Speziell ZDNet und News.com sind auch in Deutschland populär.
Einstieg in IT und Gaming
Im vergangenen Jahr erwirtschaftete CNET einen Umsatz von 406 Millionen Dollar. Durch die Übernahme erweitert der eher auf Nachrichten, Sport und Unterhaltung ausgerichtete Medienkonzern CBS sein Angebot um Internet-Plattformen, die in anderen Bereichen aktiv sind, speziell Informationstechnik, Gaming, Musik und Video.
Der Hintergrund des Kaufs ist der stark anwachsende Online-Anzeigenmarkt. Die Beratungsgesellschaft Kelsey Group taxiert das Umsatzvolumen in diesem Bereich für 2007 auf weltweit 45 Milliarden Dollar. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr in allen Medien Anzeigen im Wert von 600 Milliarden Dollar geschaltet.
Alleine in den USA erreichte das Geschäft mit Internet-Anzeigen im vergangenen Jahr nach Angaben des Internet Advertising Bureau ein Volumen von 21,1 Milliarden Dollar. Das waren 25 Prozent mehr als 2006. Kein Wunder, dass nicht nur klassische Medienkonzerne wie CBS oder hier zu Lande Burda oder Gruner & Jahr diesen Markt entdeckt haben. Vor allem Suchmaschinen-Firmen wie Google und Yahoo sind auf diese Geldquelle angewiesen.
Wie die gescheiterte Übernahme von Yahoo durch Microsoft belegt, sehen auch Software-Firmen im Online-Anzeigengeschäft eine »Geldkuh«.
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