Microsoft hat sich inzwischen dazu durchgerungen, bei Apple fehlt sie ganz: eine klar geplante und kommunizierte Politik zur Bereitstellung von Patches und Updates. Dies ist aber eine wesentliche Voraussetzung für IT-Verantwortliche, wenn sie Macs einsetzen wollen.
Bei Microsoft geht es in Sachen Updates strikt nach dem Kalender: Zumindest alle kritischen, größeren und wichtigen Updates werden jeweils am zweiten Dienstag des Monats, dem so genannten »Patch-Tuesday«, verteilt. Vorab kündigt sie der Hersteller meist auch schon an und sagt, welche Probleme er damit adressiert. Im Gegensatz dazu setzt Apple auf die spontane Überfalltaktik. Das Unternehmen kündigt seine Patches weder vorab an, noch gibt es einen festen Zeitplan oder einheitliche Intervalle für deren Veröffentlichung.

Leistungsstark, aber nur schwer in die Firmen-IT zu intergrieren: Apples iMacs und Co
Sicherheitsexperten kritisieren dieses Prozedere immer wieder. Sie bezweifeln, ob sich Macs in dieser Hinsicht langfristig überhaupt vernünftig in die Unternehmens-IT integrieren lassen. Denn die IT-Abteilungen können sich dadurch nicht darauf einstellen, wann sie Patches herausbringen müssen und entsprechend personell disponieren. Schließlich muss ein Patch zuerst noch auf Unverträglichkeiten getestet werden, bevor er im Unternehmen ausgerollt wird. Diese Patch-Politik ist höchstens Endverbrauchern zumutbar. Das Vorgehen von Apple scheint somit ein weiterer Beleg dafür zu sein, dass Apple eigentlich gar nicht an Unternehmen verkaufen will.
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