Ein Wechselbad der Gefühle durchleben derzeit die Mitarbeiter von Prozessorhersteller AMD. Die gute Nachricht: In der zweiten Jahreshälfte kommen Desktop-CPUs namens »Phenom« mit vier Kernen. Die schlechte: 430 Jobs werden gestrichen.

Der Quad-Core-Prozessor »Phenom« nutzt dieselbe K10-Architektur Technik wie die Server-Variante »Barcelona« (hier bei der Vorstellung).
Phenom basiert auf derselben Technik wie die Server-Variante »Barcelona«, die AMD unter dem Namen »Opteron« vermarkten will. Grundlage der Prozessoren ist die K10-Architektur mit integriertem Speicher-Controller und einem 2 MByte großen Level-3-Cache.
Auf diesen Zwischenspeicher können alle zwei oder vier Rechenkerne gemeinsam zugreifen. Phenom soll in der zweiten Jahreshälfte herauskommen. Wann genau, ist noch offen.
Stellenabbau soll Kosten reduzieren
Allerdings kommt Phenom zu spät, um 430 Jobs bei AMD zu retten. So viele will der Chipfabrikant weltweit abbauen. Das entspricht 2,5 Prozent der 16.000 Mann starken Belegschaft.
Betroffen sind die Bereiche Verkauf, Marketing, Verwaltung und Entwicklung. Rund 180 Stellen fallen in den USA weg. Der Rest verteilt sich auf die Niederlassungen in aller Welt.
Ursprünglich wollte Firmenchef Hector Ruiz 800 Jobs streichen, nachdem der Konzern im ersten Quartal einen Nettoverlust von 611 Millionen Dollar ausweisen musste. Diese Zahl korrigierte AMD jetzt nach unten – vorerst.
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