Network Computing

Prozessoren

AMD will angeblich seine Chip-Fabriken loswerden  

Von: Bernd Reder

Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters plant der Chip-Hersteller AMD, seine Halbleiter-Werke in ein eigenes Unternehmen auszulagern.

Wie Reuters meldet, erwägt AMD, sich in zwei Firmen aufzuteilen. Eine Sparte soll für die Entwicklung und Vermarktung von Prozessoren und Chipsets zuständig sein, die andere für die Fertigung der Produkte.

 


Soll angeblich in ein Joint-Venture ausgelagert werden: die
Chipfertigung von AMD, hier das Werk in Dresden.

 

Angeblich hält AMD Ausschau nach einem Partner, der sich an der Chipfabrikation beteiligt. Auf diese Weise will der Halbleiterhersteller Kosten sparen. Im Gespräch ist die Firma Chartered Semiconductor Manufacturing. Der Auftragsfertiger ist in Singapur zu Hause und unterhält fünf Chip-Fabriken.

 

Rote Zahlen

 

Im ersten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres erzielte AMD einen Umsatz von 1,194 Milliarden Dollar, 30 Prozent mehr als im selben Zeitraum 2007, aber 15 Prozent weniger als im Q4/2007.

 

Der Verlust lag im ersten Quartal 2008 bei 358 Millionen Dollar. Dies war, auch wenn es zynisch klingen mag, ein Erfolg. Denn das Minus betrug im vierten Quartal 2007 satte 1,772 Milliarden Dollar und im ersten Quartal 2007 rund 611 Millionen.

 

Die finanziellen Probleme sind auf zwei Faktoren zurückzuführen: den Kauf von Grafikchip-Spezialist ATI für 5,4 Milliarden Dollar sowie die Verzögerungen bei der Einführung der »Opteron«- und »Phenom«-Prozessoren für Server und Desktop-Systeme.

 

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