Allmählich sickern Details über AMDs Pläne durch, Kosten durch eine Auslagerung der Chipfertigung zu sparen. Ein Analyst behauptet, der Prozessorspezialist verhandle mit Interessenten aus dem Mittleren Osten über den Verkauf der Fabs 36 und 38 in Dresden.
Wie bereits mehrfach berichtet (siehe »Verwandte Artikel« unten), gibt es bereits seit Monaten Spekulationen darüber, dass AMD seine Chip-Fertigung ganz oder teilweise verkauft. Auch die Abspaltung dieses Bereichs und ein Teilverkauf an Investoren ist angeblich im Gespräch.

Will AMD angeblich verkaufen: die Chipfertigung in Dresden.
Nun verdichten sich Informationen darüber, dass diese Planungen in die heiße Phase gehen. Der Analyst John Lau von der Investmentbank Jefferies & Co. hat angeblich erfahren, dass AMD die Fabriken 36 und 38 in Dresden feilbieten wird. Um die Trennung von den Werken zu erleichtern, sollen sie zunächst in eine eigene Gesellschaft ausgelagert werden.
Investoren aus dem Mittleren Osten?
Lau behauptet, eine Investorengruppe aus dem Mittleren Osten habe Interesse an den Fabrikationsstätten und wolle dafür einen erklecklichen Betrag in bar auf den Tisch legen. Ross und Reiter nannte der Analyst jedoch nicht, auch nicht, ob es sich um Mubadala Development handelt.
Dieses Unternehmen aus den Vereinten Arabischen Emiraten erwarb im vergangenen Jahr für 622 Millionen Dollar rund 8,1 Prozent der Anteile von AMD. Mubadala hält unter anderem eine Minderheitsbeteiligung an Ferrari. Außerdem arbeiten das Unternehmen beziehungsweise dessen Tochtergesellschaften mit Hightech-Firmen wie General Electric (GE) und dem Luftfahrtkonzern EADS zusammen.
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Kehrte AMD und Dresden
den Rücken: Elke Eckstein
ist nun bei Osram Opto
Semiconductors für die weltweite
Fertigung zuständig.
Ein Indiz dafür, dass an dem Gerücht etwas dran sein könnte, ist eine Personalentscheidung: Elke Eckstein, als Vizepräsident für die Fertigung in den AMD-Werken in Dresden zuständig, hat nach zwei Jahren das Unternehmen verlassen. Sie wechselte zu Osram Opto Semiconductors in Regensburg.
Politik wird sich einmischen
Einfach dürfte es für AMD allerdings nicht werden, die Halbleiterfertigung in Dresden loszuwerden.
Der Bau des Werkes wurde massiv mit Mitteln der öffentlichen Hand bezuschusst. Daher werden die Politiker ein Wörtchen mitreden wollen, wenn es um die Zukunft des Standortes geht - zumal in Zeiten des (Vor-)Wahlkampfes.
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